Nach rund 15 Jahren beharrlicher Forderung der Stadt Zwönitz gegenüber der Landesregierung ist das große Straßenbauvorhaben Annaberger Straße nun vollständig abgeschlossen. Besonders froh sind wir, dass die weiteren, aber erst nach Abschluss der Baumaßnahme möglichen Arbeiten, wie die Verlegung der Wasserleitung, die Umverlegung der Ferngasleitung (Anfang der Ferien) und aktuell die dringend notwendige Deckensanierung im anschließenden Kreuzungsbereich dem Ende zugehen. 
Noch aktuelle Maßnahmen stehen nicht unter städtischer Beteiligung, sondern sind durch die Versorgungsträgern und das LASuV veranlasst und beauftragt. 

Rückblick: Die letzten Etappen im Überblick 

2023 – Beginn und Umsetzung grundhafter Ausbau auf den ersten beiden Teilabschnitten 
Am 8. Mai 2023 fiel der Startschuss für den grundhaften Ausbau der Staatsstraße S 270 (Ortslage, Annaberger Straße). Für die etwa zweijährige Bauzeit war die Straßen komplett gesperrt, nur für Anlieger mussten, soweit möglich, wechselnde Zufahrtsmöglichkeiten geschaffen werden. Im ersten Abschnitt wurde von der Kreuzung Grünhainer Straße begonnen. 
Bis August liefen intensive Arbeiten zur Verlegung aller Versorgungsleitungen (Trinkwasser, Abwasser, Regenwasser, Energie, Fernwärme). Im Anschluss wurden die Asphaltarbeiten vorbereitet. Im November erfolgte die konkrete Asphaltschicht mit vier Lagen – Trag-, Binder- und Decklage – und die Arbeiten lagen planmäßig im Zeitrahmen. 
Stand Mitte November lag die Baustelle trotz widriger Witterung im Zeitplan. Nach Abschluss des Unterbaus folgte in Kalenderwoche 49 der Einbau des Asphalts. Während für den „normalen Bau“ fast immer Zufahrtsmöglichkeiten gegeben waren, mussten für den 4. bis 7. Dezember 2023 diese komplett gekappt werden – insbesondere die Zufahrt zu Wreesmann und Buchenweg. 

2024 – Fertigstellung 2. Teilabschnitt und Gesamtstraße 
Mit Frühlingsbeginn konnte die Maßnahme zügig fortgesetzt werden. Zuerst stand noch der Abschluss des eigentlich bereits für 2023 geplanten Teilabschnittes bis Abzweig Rutenweg an. Danach begann der zweite Bauabschnitt mit einer großen Anzahl direkten Anlieger. 
Am 19. Dezember 2024 wurde die circa 700 Meter lange Erneuerung der Fahrbahn und Entwässerung erfolgreich abgeschlossen und die Annaberger Straße wieder freigegeben. Beteiligt waren Landesamt, Stadt, ZWW, Fernwärme und Mitnetz Strom – insgesamt rund 3,5 Mio. € Kosten, davon ca. 3 Mio. € Baukosten. Die Stadt ist mit ca. 760 TEUR beteiligt, die vom Land mit 70 % gefördert werden. 

Frühjahr 2025 – Restarbeiten
 
Ab März 2025 waren flankierende Restarbeiten vorgesehen: Angleichungen an den Fußweg, Herstellung Randbereiche, Neuanbindung der Unteren Annaberger Straße bei Nr. 33/35, beim Modellsport und den Garagen, Markierungs- sowie Vermessungsarbeiten. Diese wurden bis Ende Mai abgeschlossen, jedoch ohne Vollsperrung der Annaberger Straße. 

Derzeitiger Bauabschnitt: Kreuzung mit S 258 und letzte Vollsperrung 
Aktuell steht die Kreuzung Annaberger Straße / S 258 im Fokus. Diese letzten Arbeiten am Autobahnzubringer werden mit Vollsperrung durchgeführt: Der endgültige Abschnitt soll in den kommenden Wochen fertiggestellt werden, sodass die Zufahrt wieder uneingeschränkt genutzt werden kann. Parallel dazu laufen noch ergänzende Maßnahmen der Versorgungsträger an den Randbereichen. Damit ist die letzte Phase dieses jahrzehntelangen Projekts eingeläutet. 

Bilanz: Was erreicht wurde 
Im Zuge der Bauarbeiten wurde die Annaberger Straße vollständig grundhaft ausgebaut und dabei nicht nur die Fahrbahn, sondern auch der Gehweg, die Straßenbeleuchtung und die Bushaltestellen erneuert. Außerdem erfolgte eine umfassende Modernisierung der Versorgungsleitungen: Trinkwasser-, Abwasser- und Regenwasserleitungen sowie Fernwärme- und Stromleitungen wurden erneuert oder ergänzt. Durch diese Maßnahmen konnte die Verkehrssicherheit sowohl für Autofahrer als auch für Fußgänger deutlich erhöht werden. Die Finanzierung des Projekts war durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Stadt, Land und beteiligten Versorgern gesichert. Trotz der hohen Komplexität und teilweise schwieriger Witterungsbedingungen verlief das Bauvorhaben weitgehend planmäßig. 
Mit der Beendigung dieses letzten Abschnitts endet ein Bauvorhaben, das die Stadt Zwönitz seit 15 Jahren vorangetrieben hat. Die Annaberger Straße wird dann in neuem Zustand zur Verfügung stehen: verkehrssicher und barrierefrei. 
Die Anwohner und Pendler können sich bald auf uneingeschränkte Nutzung und städtische Aufwertung freuen – verbunden mit großer Erleichterung für alle Beteiligten. 
Ein kleiner Wermutstropfen zum Schluss. Die Telekom hat sich in die Maßnahme nicht integriert und ihre Planung für den Glasfaserausbau erst nach Abschluss vorgestellt. Ein Eingriff in die Straße wird (hoffentlich) vom LASuV nicht zugelassen.

Die Fußwege und Zufahrten zur Unteren Annaberger Straße wurden ebenfalls komplett saniert.
Nun liegt es an den Grundstücksanliegern, den neuen Fußweg gemäß der städtischen Satzung sauber und gepflegt zu halten. Weitere Informationen und Hinweise dazu wird die Stadt Zwönitz in Kürze veröffentlichen.