In der Augustsitzung des Stadtrates, die im Buntspeicher stattfand, drehte sich viel um das Thema Bildung. Auch die Würdigung des für unser Zwönitz so wichtigen Ehrenamtes war Gegenstand von Diskussionen. Vorab aber eine sehr wichtige Information an alle Nutzer des großen Parkplatzes an der Franz-Schubert-Straße.
Die Abstellung der Straßenmängel im Bereich Goethering beginnen Ende September!
Der Stadtrat hat mit einem Vergabebeschluss den Weg für die Deckensanierung im Bereich Goethestraße 16-38 freigemacht. Die Ausführung ist für Ende September geplant. Die ausführende Firma, die Strabag AG Bereich Zwickau plant für die Umsetzung maximal 14 Tage. In dieser Zeit wird um Geduld der Anwohner gebeten, da mit erheblichen Behinderungen, insbesondere beim Parken und im Bereich Zufahrt Kita Regenbogen, zu rechnen ist. Wir bitten daher schon frühzeitig sich darauf einzustellen und durch entsprechende Mitwirkung die zügige Umsetzung zu ermöglichen. Genauere Informationen werden durch die Stadt, die Baufirma sowie die Vermieter nach den weiteren erforderlichen Abstimmungen gegeben. Die Beseitigung der Oberflächenschäden im Bereich des großen Parkplatzes an der Franz-Schubert-Straße sind auch den beiden Großvermietern – der Zwönitzer Wohnungsgenossenschaft sowie der städtischen Wohnungsgesellschaft Zwönitz – sehr wichtig. Sie steuern dazu ebenfalls einen Teilbetrag bei.
Bildung – Elternbeiträge, Kosten, Zuschüsse
Wie in jedem Jahr werden die Elternbeiträge für die Kita-Betreuung auf der Grundlage der angefallenen Kosten neu überprüft und angepasst. 2022 wurde unter Beteiligung sämtlicher Elternvertretungen und dem Stadtrat in einer Satzung das Vorgehen festgeschrieben. Auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern sollen bei Kostensteigerungen die Elternbeiträge jedes Jahr moderat erhöht werden, um große Sprünge – wie in der Vergangenheit mehrfach passiert – zu vermeiden. Die Betriebskosten (Personal- und Sachkosten) für 2024 wurden am 27. Juni 2025 über die Internetseite der Stadt Zwönitz (Bekanntmachungen) veröffentlicht. Die Steigerung der Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr (also 2023) lag bei 8,29% (391.300 EUR) und bei den Sachkosten bei 17,51% (232.140 EUR). Entsprechend wurden die Elternbeiträge zum 01.01.2026 angepasst.
Mietvertrag der Freien Evangelischne Grundschule Hormersdorf
Ein Kritikpunkt der alle 5 Jahre stattfindenden überörtlichen Prüfung betraf den Mietvertrag zwischen der Stadt und dem Trägerverein der Hormersdorfer Grundschule. Für den Betrieb der staatlich anerkannten Ersatzschule muss der Verein lediglich die anfallenden Betriebskosten zahlen. Der Rechnungshof kritisierte, dass vor Vertragsschluss der Stadtrat nicht vollumfänglich informiert wurde. Dies holte die Stadtverwaltung nach. Bürgermeister Wolfgang Triebert beleuchtete hierbei die Historie. Mitte der 90er Jahre wurde vom Schulamt wegen stark gesunkener Geburtenzahlen neben der Niederzwönitzer Grundschule auch die Grundschule in Hormersdorf geschlossen. Die Hormersdorfer kämpften aber für die Gründung einer privat geführten Ersatzschule, welche heute Realität ist. Die deutliche Mehrheit des Stadtrates bestätigte in der vergangenen Sitzung, dass auch zukünftig keine Miete für den Schulbetrieb erhoben wird. Wie in der Ausgabe 23 des Zwönitzer Anzeigers bereits schon einmal berichtet, nimmt aktuell durch die immer geringer werdende Geburtenzahl die Situation in unseren Kitas, Horten und Grundschulen wieder dramatische Züge an, sodass im Jahr 2030 und 2031 vieles in diesem Bereich auf den Prüfstand gestellt werden muss. Auch Schließungen von Grundschulen könnten somit wieder ein Thema werden. Bürgermeister Triebert macht kein Hehl daraus, dass bei der aktuellen Entwicklung seitens des LASUB (Landesamt für Schule und Bildung) sehr wahrscheinlich nach dem Jahr 2031 nur noch Lehrer für zwei staatliche Grundschulen in Zwönitz bereitgestellt werden. Da eine Grundschule in den wunderschönen Dörfern ein großes Stück Lebensqualität der Fa- milien sichert, wird wahrscheinlich bald in Brünlos oder Dorfchemnitz die Frage stehen, ob man eine Schließung hinnimmt und die Kinder in einen Bus setzt oder ob sich eine starke Elternschaft findet, um einen Trägerverein für eine private Grundschule zu gründen. Weiterhin stellt der Bürgermeister klar, dass solche Initiativen auf jeden Fall unterstützt werden sollten, denn für die Kommune bedeutet es meist keine Mehrbelastung.
Ehrungen mit der Verdienstmedaille der Stadt Zwönitz
Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung wurde wieder über zahlreiche Anträge zur Verleihung der Verdienstmedaille abgestimmt. Es ist eine schöne Tradition geworden am 3. Oktober, anlässlich des Tages der Deutschen Einheit, die Würdigung des Ehrenamtes in diesem Rahmen vorzunehmen. Da jedoch in diesem Jahr fünf Vorschläge zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde vorlagen, sah sich der Stadtrat gezwungen, die Kriterien für die Ehrung verdienstvoller Personen zu überdenken. Der Stadtrat war sich einig, dass die Verleihung der Ehrenbürgerwürde und die Auszeichnung der Verdienstmedaille in Gold etwas Besonderes bleiben und die Anzahl der Auszeichnungen auf eine maximale Anzahl begrenzt werden soll. Ein hierfür zu gründendes Gremium soll den Stadtrat entsprechende Vorschläge machen und zukünftig die Auswahl vorbereiten.
