Seit mehr als 20 Jahren sind die Taekwondosportler des Zwönitzer HSV 1928 e.V. eine feste und verlässliche Größe auf der Bühne des Landessportbundes zum Tag der Sachsen. Mit Beginn des neuen Schuljahres startete die sportliche Vorbereitung für zwei spannende Vorführungen. Um in das erlebnisreiche Wochenende zu starten, trafen sich die Teilnehmenden um 17:00 Uhr am Zwönitzer Sportkomplex. Gemeinsam fuhren sie in das etwa zwei Stunden entfernte Saupsdorf, welches sich wenige Kilometer von Sebnitz befindet. Dort konnte die Unterkunft in der ehemaligen Gaststätte „Alte Schmiede“ bezogen werden. Jeder fand einen mehr oder weniger bequemen Platz für seine Luftmatratzen und Schlafsäcke. Der Samstagvormittag begann mit einem ausgiebigen Frühstück und einer Generalprobe. Im Anschluss fuhren die Sportler und Betreuer mit dem Shuttlebus in die ausrichtende Stadt Sebnitz, in der in kleinen Gruppen aufgeteilt, jeder das Volksfest besuchen konnte. Am Nachmittag trafen sich alle an der Bühne des Landessportbundes, auf der ab 16:00 Uhr die erste Vorführung stattfand. In dieser wurde die Sportart Taekwondo mit den verschiedensten Disziplinen vorgestellt. Tatsächlich konnte jede Alters- und Gürtelstufe einen Teil ihres Könnens zeigen. Begonnen wurde mit einem Grundschulblock und Pratzentraining, in dem die einzelnen Grundtechniken trainiert werden. Demonstriert wurden weiterhin der olympische Vollkontaktwettkampf, der kontaktfreie Formenlauf, der Einschrittkampf, Selbstverteidigung und Bruchtests. Der Part Selbstverteidigung wurde von den Zwickauer Hapkidosportlern übernommen. Selbst die Kleinsten trauten sich ihre ersten Bretter mit einer Arm- oder Fußtechnik zu zerschlagen oder zu zertreten. Entsprechend der Gürtelstufen wurden die Bruchtests anspruchsvoller und schwieriger. Insgesamt verlief die Vorführung planmäßig und das Publikum verfolgte das ganze Programm gebannt. Im Anschluss an die Vorführung ging es mit dem Shuttlebus zurück nach Saupsdorf, wo alle mit einer großen Portion Spaghetti Bolognese, in der Gaststätte und Pension Tannenhof, satt wurden. Am Sonntagvormittag räumte jeder sein Lager und es fuhren alle gemeinsam für die zweite Vorführung um 11:30 Uhr nach Sebnitz. Danach erreichten die Teilnehmenden nach einer kurzen Wanderung den nächsten Shuttlebus, der etwas außerhalb startete, da das Gebiet für den großen Festumzug großräumig abgesperrt wurde. Für die Zwönitzer Taekwondo-Sportler, Betreuer und Organisatoren ging es nach einem erlebnisreichen und anstrengenden, aber schönen Wochenende zurück in die erzgebirgische Heimat. Ein solches Ereignis in einer Gemeinschaft, in der jeder mitwirken kann, ist nur durch viele helfende Hände möglich, die bei der Organisation, bei der Vorbereitung der Vorführung, beim Einkauf oder einfach bei der Betreuung der Sportler vor Ort ihre Unterstützung anbieten.

Text: Birgit Standau, Fotos: Dr. Franziska Groß

Michael Loebert bei einem Bruchtest mit einer Sprungtechnik
Baldur Wiese (l.) und Oskar Bentlin (r.) bei der Demonstration des olympischen Vollkontaktwettkampfes