Wenn zwei Menschen aus einem kleinen Dorf bei Hannover beginnen, erzgebirgische Ortsschwibbögen zu sammeln, nachzubauen und ihre Geschichten zu bewahren, dann steckt dahinter mehr als ein Hobby. Heike und Wolfgang Lorentz haben vor über zwanzig Jahren den ersten Schwibbogen aus Holz gefertigt. Was als liebevolle Handarbeit begann, wurde zu einer Leidenschaft, die sie immer wieder ins Erzgebirge führt. Die Region wurde für beide zu einer Art zweiter Heimat, und aus der Faszination für die Lichterbögen wuchs der Wunsch, die Tradition sichtbar zu halten. In ihrem Buch „Ortsschwibbögen im Erzgebirge“ stellen die beiden mehr als 200 Schwibbögen vor, erzählen von Begegnungen mit Menschen vor Ort und von den kleinen Fundstücken an Geschichte, die sonst leicht verloren gingen. Warum gerade zwei „Nordlichter“ dieses Erbe pflegen? Genau das macht den besonderen Reiz der Präsentation aus: ein Blick von außen, getragen von echter Liebe zur erzgebirgischen Kultur. Für den 28. November lädt der Verein Zwönitz Miteinander e. V. ein zu Vortrag und Buchpräsentation der Familie Lorentz um 15.00 Uhr im MITTENDRIN. Parallel dazu wird eine Fotoausstellung mit ausgewählten Ortsschwibbögen gezeigt, die das Thema anschaulich ergänzt. Ein Nachmittag zum Zuhören, Kennenlernen und Entdecken – mitten im Zwönitzer Weihnachtsmarkt.
Zwönitz Miteinander e. V.
