
Wenn sich in der Kirche Dorfchemnitz an Heiligabend der Vorhang hebt, spürt man sofort, dass hier etwas Besonderes geschieht. Das Krippenspiel ist ein gemeinsames Werk vieler Menschen, die mit Zeit, Talent und viel Herzblut etwas schaffen, das berührt.
2025 wirkten rund 70 Menschen aktiv mit: ein Chor, ein Orchester, zahlreiche Schauspielerinnen und Schauspieler. Am 24.12. standen ausschließlich Kinder auf der Bühne, an den weiteren Aufführungstagen übernahmen Erwachsene die Rollen. Erzählt wurde die Geschichte von der Geburt Jesu, getragen von Gesang und Musik.
Mirjam Richter schrieb das Stück gemeinsam mit ihrem Mann und hatte die musikalische Leitung in ihren Händen – alles ehrenamtlich. Dahinter stehen viele Stunden Arbeit, Proben und Organisation, die hier ganz selbstverständlich für die Gemeinschaft geleistet werden. In der Grundstruktur knüpfte die Aufführung an das Konzept von Kantor Wolfgang Franke an, wurde jedoch mit neuen musikalischen und szenischen Ideen weiterentwickelt. Besonders das Orchester verlieh dem Spiel eine besondere Atmosphäre.
Schon seit den Herbstferien wurde gemeinsam geprobt. Für die Kinder wurde das Ganze liebevoll begleitet, unter anderem durch ein Bastelangebot von Anne Uhlig im Pfarrhaus, das Proben und Kurrende miteinander verband und schöne Nachmittage entstehen ließ.
Was dieses Krippenspiel so besonders macht, ist die Haltung dahinter. „Wir haben einen Auftrag“, sagt Mirjam Richter. Menschen in die Kirche einzuladen und gemeinsam darüber nachzudenken, warum wir Weihnachten feiern. Darum begann auch das gesamte Projekt mit einer Gebetsgemeinschaft, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen einstimmte.
Die Freude der Mitwirkenden übertrug sich während der Aufführungen auf das Publikum und für einen Moment wurde die Weihnachtsgeschichte nicht nur erzählt, sondern gemeinsam erlebt. Dass die Planungen für das Krippenspiel 2026 bereits begonnen haben, zeigt, wie lebendig diese besondere Tradition in Dorfchemnitz ist.
