
Und 33 Gäste und Einheimische folgen diesem Ruf. Ja, am 25. April trafen wir uns am „Schneiderloch“ zur 3. Zwönitzer Wanderung in diesem Jahr. Hier sei gleich ein Dank an die Agrargenossenschaft Stollberg/ Lößnitz ausgesprochen, deren Parkplätze wir mit nutzen durften.
Pünktlich um 9 Uhr ging es los. Zuerst ein Stück des Pilgerweges Sankt Anna (ein Teilstück des Erzcamino) hinauf zum Eisenweg. Schon hier boten sich, bei kühlen vier Grad Celsius und wunderbarer Sonne, die ersten Ausblicke zum Auersberg und Steinberg. Auf der Höhe angekommen, ging es vorbei am Katzenstein über herrliche Wiesenwege hinüber nach Grüna und dort hinauf zur „Grünaer Lücke“. Ein paar wenige Kilometer trennten uns nun nur noch vom nächsten tollen Aussichtspunkt, dem Alexanderstein. Von hier eröffnete sich uns ein phantastischer Blick ins Zwickauer Land. Nach ein paar Worten zur Geschichte des Steines ging es nun richtig bergab.
Das frische Grün der Buchenwälder um Hartenstein war unser Begleiter bis hinunter zur „Prinzenhöhle“. Auch hier gab es einiges zur Geschichte und ein paar Geschichten zu erzählen. Doch endete der Abstieg hier noch nicht, denn bis hinunter auf 350 m Höhe ging unser Weg weiter. Jetzt ahnte es jeder: da müssen wir auch wieder hoch! Auf Höhe des ehemaligen Schachtes 371 (480 m) sollte unsere große Rast stattfinden. Und nach 130 Höhenmetern am Stück war die mehr als verdient. Nach kurzem verschnaufen gab uns unser Wanderfreund Roland Hayn ein paar sehr interessante Einblicke in den Uranbergbau im Alberoda Schlemaer Revier. Diese detailreiche Schilderung, vom Leben, Wirken und Sterben der Kumpel war unheimlich berührend und einprägsam. Roland hat diese Schilderungen aus eigenem Erleben mit uns geteilt. Danke für diese lebendige Geschichte.
Nun, jede Pause hat ein Ende und der Anstieg ging weiter. Nachdem wir den Autobahnzubringer überquert hatten, liefen wir hinunter nach Alberoda. Am Gasthaus „Edelhof“ haben wir uns von einem Wanderer verabschiedet, dessen Gelenke die nächsten zwei recht heftigen Anstiege nicht geschafft hätten. Ja es ging wieder aufwärts, hinauf nach Lößnitz auf die Lindenallee, mit den wunderbaren alten Bäumen. Ein paar Minuten konnten wir den Reitsportlern bei ihrem Wettkampf zuschauen, um dann hinunter zur Hospitalkirche zu laufen.
Von da an ging es wieder, mal heftiger und mal sanfter, bergauf. Fast bis zum Ausgangspunkt. Doch viele kleine Sehenswürdigkeiten machten den Weg unterhaltsam, war da die neu restaurierte Viertelmeilensäule oder die Citybahn auf dem Weg nach Aue oder die Informationen zum Schieferlehrpfad. Jedenfalls waren wir zur besten Kaffeepausenzeit kurz nach 15 Uhr wieder zurück. Und jetzt kommt das Dankeschön. Ich ziehe den Hut vor allen, die diese Strecke absolviert haben, 22,8 Kilometer und 620 Höhenmeter wollen erstmal erlaufen sein.
Und ein Versprechen habe ich noch. Sie nächste Tour am 23. Mai ist genau so lang, hat aber nur 420 Höhenmeter. Lasst uns diese Tour wieder gemeinsam mit vielen schönen Erlebnissen genießen.
Glück Auf Kerstin Meinhold (Text/Bild)
