
(v.l.n.r. Levi Seipold, Raphael Rößler, Niklas Steinmacher, Elias Schmiedel, Paul Reiprich, Dominik Günther, Benjamin Wendler, Jeremy Hauptlorenz, Frau Hörnig).
Am Samstag, den 9. Mai 2026, fand in Grünhain-Beierfeld wieder die
legendäre TURCK-Technikolympiade statt. An der Jubiläumsausgabe,
der 10. Olympiade, nahmen in diesem Jahr neun Oberschulen des Erzgebirgskreises teil.
Diese Olympiade teilt sich in zwei Teile, dem Löten einer Platine in der
Schule und einem Theorietest vor Ort bei der Firma TURCK Beierfeld.
An dieser können Schüler und Schülerinnen der 8. und 9. Klassen teilnehmen.
Das Schulteam setzte sich aus je drei Schülern der Klasse 8
und 9 zusammen. Jeder der Teilnehmer hat die Möglichkeit, eine Platzierung
in der Einzelwertung zu erzielen sowie einen Beitrag für die
Teamwertung der Schule einzubringen. Je Jahrgangsstufe stand ein Unterstützer
für den Fall der Fälle bereit.
Die ersten Vorbereitungen liefen bereits vor den Winterferien. Insbesondere
die Teilnehmer der Klasse 8 hatten im Vorfeld wenig Berührungspunkte
im Umgang mit dem Lötkolben und dem Wissen über die zu verlötenden Widerstände, Dioden, LEDs, Elkos & Co. Aber mit jeder Übungsstunde wurden die Teilnehmer sicherer. Als dann der erste elektronische Würfel zu leuchten begann, strahlten die Augen. Auch die geforderte Schnelligkeit stellte sich nach und nach ein. Die Klasse 9 konnte auf die Vorkenntnisse des vergangenen
Jahres zurückgreifen.
In einer Übungsstunde mit dem Ausbildungsleiter der Firma
TURCK, Herrn Grieger, und einem Auszubildenden erhielten
alle noch einmal wichtige Hinweise für das Löten
einer Platine. Im April war es dann soweit. Der praktische Teil der Olympiade
startete in unserer Schule. Etwas Aufregung gehörte dazu, denn jetzt kam es darauf an, die Bauelemente schnell zuzuordnen, die Widerstandwerte zu ermitteln
und das vorher Erlernte gut umzusetzen. Nachdem der Großteil eine sehr ansprechende Platine abgeben konnte, stellte sich erste Vorfreude ein. Unsere Chancen auf den Titel wuchsen.
Gleich im Anschluss an den praktischen Teil ging es rasch ans Lernen der Theorie, denn der Zeitraum bis zum 9. Mai war knapp bemessen. Herr Grieger sendete allen teilnehmenden Schulen je ein Exemplar der 2017er Olympiade
ohne Lösungen zu. Das Niveau war anspruchsvoll und hat viele Oberschulen
etwas verzweifeln lassen. Zum Schluss waren alle fit in Sachen
Gleichungen umstellen, Vorwiderstand einer Diode berechnen und dem Erkennen von Bauelementen.
Endlich rückte der Termin des Finales am 9. Mai heran. Viele Eltern,
Großeltern und auch Geschwister sowie unsere beiden Unterstützer
drückten die Daumen für den Abschlusstest, der in diesem Jahr als Multiple
Choice-Test ausgeführt war. Nachdem viele Schulen das hohe Niveau des theoretischen Teils der Olympiade bemängelten, wurde es in diesem Jahr etwas leichter. Dafür waren zusätzlich Fragen zur Allgemeinbildung dabei, wie: „Was ist der höchste Berg des Erzgebirges?“
Nach dem kurzen Test begann für alle die Möglichkeit, die Firma TURCK
Beierfeld von einem der Auszubildenden gezeigt zu bekommen. Nun wurde es spannend. Reichte unser Wissen? Begonnen wurde die Siegerehrung mit der Einzelwertung. In der Klassenstufe 8 konnte Levi Seipold einen dritten Platz und Dominik Günther einen ersten Platz erzielen. Sie erhielten 80 € bzw. 180 € für sich. Als dann in der Klassenstufe 9 Benjamin Wendler ebenfalls einen ersten Platz errang, stiegen unsere Aussichten auf den Titel in der Schulwertung. Mit einem komfortablen Vorsprung konnten wir den Titel des Siegers der TURCKOlympiade wieder zurückerobern und unsere Schule erhielt einen
Scheck in Höhe von 1.000,00 €. Die Teilnehmer freuen sich schon auf
den Ausflug zur Kartbahn nach Mülsen. Der restliche Betrag kommt
dem Förderverein unserer Schule zugute.
Nach dem Erfolg gehen unsere Gedanken schon in Richtung der Teilnahme
im nächsten Jahr, an der sich wieder motivierte Mädchen und
Jungen unserer Schule beteiligen dürfen.
Text/Bild: Oberschule Zwönitz
