
Da gab es zuerst einen Pilgerweg von der katholischen Kirche ausgehend mit eingängigen Impulsen zum Nachdenken und Weitertragen. Am Guten Brunnen sammelten sich unterdessen weitere Gäste, die mit dem Fahrrad gekommen waren oder sich mit dem angebotenen Shuttleservice haben bringen lassen. So kamen die Pilger aus vielen Richtungen: aus unserem Ort, aus der Pfarrei und aus den Nachbargemeinden. Der Festprediger kam in diesem Jahr sportlich mit dem Rad aus dem benachbarten Lößnitz. Pfarrer Weiß spannte in seinen Worten an uns den Bogen von den Großeltern Jesu über Luthers Erfahrungen mit der Heiligen Anna bis zum Aspekt der Quelle und des Brunnens von denen es auf diesem Gelände sogar mehrere gibt. Das anschließende Angebot des Großeltern-Segens nahmen dann auch viele gern an. Nach der Andacht wurden die Bänke schnell zur Kaffeetafel umgestellt und es ließen sich alle bei leckerem Kuchen und Getränken zu Gespräch und Begegnung einladen.
Es ist immer wieder ein bewegendes Erlebnis, wie sich am jährlichen Annenfest dieser Ort mit Glauben und Leben füllt und wir danken allen, die auch in diesem Jahr wieder tatkräftig und ideenreich dazu beigetragen haben, dass dies möglich wird. Zeigt es uns doch, dass wir alle auf verschiedene Weise Pilger sind – unterwegs an vielen Orten des Lebens und dem Segen Gottes unterstellt. Möge dieser Ort auch weiterhin für alle die hier rasten und einkehren, ein Ort der Stärkung sein über alle Generationen hinweg.
Text: Susan Ginzel, Bilder: Joachim Wolle
