
Foto: SV Werder Bremen
Ein Fußballspiel, das in die Geschichte eingehen wird, erlebte die Brünloserin Sophie Weidauer am vergangenen Sonntag. Die 23-jährige Stürmerin von Werder Bremen trug maßgeblich zum 3:1-Sieg nach Verlängerung im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den Hamburger SV bei – und das vor der Rekordkulisse von 57.000 Zuschauern im Hamburger Volksparkstadion.
Für Sophie Weidauers Vater Lars Herpich, war die Partie ein Wechselbad der Gefühle. Als seine Tochter in der 82. Minute das umjubelte 1:0 erzielte und in der Nachspielzeit sogar noch ein zweites Tor folgen ließ, war er überwältigt. „Das ging ganz tief ins Herz. Es war einfach schön“, so der stolze Vater. Er war extra mit Freunden und seinem Schwager Sören Heimpold nach Hamburg gereist, um seine Tochter live zu unterstützen. Die gebürtige Erzgebirgerin, die ihre ersten Fußballschritte bei Tanne Thalheim machte, spielt seit zwei Jahren in der Frauenfußball-Bundesliga für Werder Bremen. Das Pokal-Halbfinale in Hamburg war nicht nur wegen des Ergebnisses und ihrer zwei Tore ein besonderes Erlebnis für sie. „Es war so unsagbar laut. Wir hatten anfangs echt ein wenig Schwierigkeiten, uns auf dem Platz zu verständigen“, erzählte die ehemalige Brünloserin. Normalerweise spielen die Frauen in der Bundesliga vor deutlich weniger Zuschauern. Nach dem Schlusspfiff gab es für Vater und Tochter nur einen kurzen Moment der Begegnung am Absperrgitter, bevor die Sicherheitskräfte die Gästegruppe aus dem Erzgebirge zum Verlassen des Stadions aufforderten. Doch die Freude über den Sieg und die Leistung von Sophie überwog. „Das ausgerechnet meine Sophie dieses Spiel mit zwei Treffern mit entschieden hat, war genial. Und echt nichts für Herzschwache“, resümierte Lars Herpich.
Nun steht Sophie Weidauer mit Werder Bremen im DFB-Pokalfinale. Am 1. Mai geht es in Köln gegen Bayern München. Vielleicht ja wieder vor einer ähnlich beeindruckenden Kulisse. Und wer weiß, vielleicht sorgt dann auch die jüngere Schwester, die in der Frauenmannschaft von Erzgebirge Aue in der Landesliga Sachsen spielt, bald für ähnliche Schlagzeilen.