Gerhard Stein wurde am 28. November 1922 in Oelsnitz/Erzgeb. geboren. Nach dem Kriegsdienst in der Wehrmacht geriet er in amerikanische Gefangenschaft und trat 1946 der SED bei. Am 6. Juli 1949 übernahm er von Lehrer Fredy Drechsel die Leitung der Hormersdorfer Schule und war bis 1960 als Schulleiter tätig. Parallel dazu absolvierte er ein Fernstudium …
Tradition und Historie
Vom Neulehrer zum Hochschullehrer – eine Biografie über Hans Rößler
Alle die, die zwischen 1945 und 1949 in Hormersdorf die Schule besuchten, haben den Schulleiter Johannes Rößler gekannt. Den wenigsten dürfte aber der weitere Lebensweg des Pädagogen bekannt sein. Dies wird sich jetzt ändern. Am 6. Juni 1915 wurde Johannes Rößler in Neustadt bei Chemnitz als Sohn des Schlossers Willy Rößler und seiner Frau Gertrud, geb. …
Der Vaterländische Verein – Hormersdorf – Teil 1
von Falk Drechsel In den 1920er Jahren war das Hormersdorfer Vereinsleben sehr bunt. Eine Liste aus dem Jahr 1927 belegt das. Da gab es: den Arbeiter-Wahl- und Bildungsverein, den Erzgebirgs-Zweigverein, den Frauenverein, den Geflügel- und Kaninchenzüchterverein, den Gesangverein „Liedertafel“, den Konzertina-Verein, den Landwirtschaftlichen Verein, den Militär- Verein, den Naturheilverein, den Obstbauverein, den Radfahr- Verein „Heiter …
Der „Tische-Franz“, Teil 2
von Falk Drechsel Das Tische-Franz-Haus, v.li. Arno Brunner, Walter Weisbach, unbekannt, Hilma Kötter mit Reinhard, zwei unbekannte Kinder, Meta Weisbach, unbekannt, Rosalie Weisbach – die Mutter vom Tische-Franz, Franz Weisbach, zwei unbekannte Tischlergesellen. Der Nachfolger im Haus und in der Werkstatt wurde der jüngste Sohn Franz (1881- 1949). Er heiratete im Jahr 1904 Meta Vorberg, …
Der „Tische-Franz“, Teil 1
An der Hormersdorfer Hauptstraße stand früher ein altes Haus, im ganzen Dorf unter dem Namen „Tische-Haus“ bekannt. Dort hatte Tischlermeister Franz Weisbach, der „Tische-Franz“, seine Werkstatt. Dem Haus, der Familie und dem Spitznamen wollen wir etwas nachspüren. Das Tische-Franz-Haus um 1913, v.li. Hilma und Johanne Weisbach, Vater Franz Weisbach, Herbert und Oskar Schwind, Helene Schwind, …
Die Geschichte vom „Gifthitten-Helm“ – TEIL 4
Die Ankunft In Hamburg angekommen, zeigte der Kapitän ein letztes Mal seine Menschlichkeit: Er ließ alle Gefangenen waschen, einkleiden und mit Lebensmitteln versorgen. Nur ihre langen Bärte und verwilderten Haare sollten sie behalten – damit ihre Angehörigen sehen konnten, was sie durchgemacht hatten. Wilhelm kehrte schließlich spät in der Nacht nach Chemnitz zurück – von …
Die Geschichte vom „Gifthitten-Helm“ – TEIL 2 – Die Verschleppung
Im Jahr 1870 brach der Deutsch-Französische Krieg aus. Wilhelm Lieberwirth, zog als Soldat in den Krieg, genauer gesagt als Ulan (ein Reitersoldat) in der sächsischen Armee, die Teil des deutschen Heeres war. In den blutigen Schlachten von Weißenburg, Wörth und schließlich bei St. Privat und Sedan kämpfte er tapfer. Doch bei einem Patrouillengang wurde Wilhelm …
Mitglieder des Kleingartenvereins„Schöne Aussicht“ gesucht
Liebe Freunde, ich habe hier ein Bild vom 80. Geburtstag des Kleingar- tenvereins „Schöne Aussicht“ vom 15.7.2000. Ich erkenne leider nicht alle (wahrscheinlich ehemalige Vereinsvorsitzende). Wer nennt mir die Namen von links? Ich würde das Foto gern in meine Chronik III aufneh- men. Vielen Dank und Glückauf! Uwe Schneider Hinweise bitte an die Redaktion des …
TEIL 1 – Die Geschichte vom „Gifthitten-Helm“
Vorwort Der folgende Text behandelt die Geschehnisse um Wilhelm Lieberwirth, einen Teilnehmer am deutsch-französischem Krieg 1870/71. Die Familie Lieberwirth lebte zu dieser Zeit auf der Gifthütte (heute Jugendherber- ge Hormersdorf) – kurz „de Hitt“. Sie waren im Dorf unter dem Spitz- namen „Christel-Karl“ bekannt. Carl Wilhelm Lieberwirth, geboren am 12.11.1848 in Hormersdorf, wurde „Gifthitten-Helm“ genannt. …
Hormersdorf und Arthur Schramm
Wer kennt sie nicht, die markigen Sprüche, die dem Annaberger Ar- thur Schramm zugeschrieben wer- den? Arthur Schramm (1895– 1994) war ein echtes Original des Erzgebirges. Er war bekannt als Dichter, Erfinder und verschmitz- ter Lebenskünstler. Mit humorvol- len Mundartgedichten wie „Der Fichtelberg ist steil: Ski heil!“ prägte er die regionale Kultur. Zeitweise NSDAP-Mitglied, später …






