Vielfach erreichen uns in den Zwönitzer Museen Anfragen, ob und wenn ja auf welchem Wege Einsicht in die Chronik von Dorfchemnitz genommen werden kann. Für Heimatforscher, Vertreter von Vereinen oder schlicht geschichtsinteressierte Einwohner stellen die vier im Original im Museum Knochenstampfe Dorfchemnitz aufbewahrten Chronikbände eine unersetzbare Quelle zur Erschließung ganz unterschiedlicher historischer Themen dar. Die …
Tradition und Historie
Wissenswertes aus dem ehemaligen „Mess“ – Fahrtrainer
Titelbild: Auszug aus dem Prospekt des VEB Kraftfahrzeuginstandhaltung „Elan“ Karl- Marx-Stadt aus der Anfangszeit der Fahrsimulatoren in der DDR In der Diskussion der letzten Wochen und Monate um die Fahrschulpreise tauchte häufig auch der Fahrsimulator auf. Dieser Gedanke ist aber nicht neu. Bereits vor der „Anordnung über die Zulassung von Fahrschulen und Fahrlehrern und die …
Vom Roten Ochsen in Hormersdorf -Teil 4 –
von Falk Drechsel, Sehmatal-Cranzahl, Teil 4 Titelbild: Mädchenturnriege der Sportvereinigung Hormersdorf, vermutlich am 1. Mai 1924 oder 1925, stehend v.li.: Kamilla Weißbach verh. Drechsel *1903, unbekannt, Ella Herold verh. Kammerl *1906, Ella Haase verh. Keller *1901, Vorturner Oskar Drechsel *1892, zwei unbekannte Mädchen, Martha Dauth, verh. Weisbach *1910, Ella Irmschler *1905 Mitte v.li.: Irma Vorberg …
Vom Roten Ochsen in Hormersdorf – Teil 2
Titelbild: Karte von Günsdorf bis Olbernhau, 1:100 000, 1872 In einer Schülerforschungsarbeit der Oberschule Hormersdorf aus den frühen 1980er Jahren gibt es ein paar Vermutungen. Dort heißt es: „Das Wort ’Rot’ ist kaum abzuleiten vom Roten Wasser, dass in der Nähe fließt. Logischer erscheint der politische Bezug. Es trafen sich auf dieser Wiese die „Roten“. …
Hormersdorfer Schulgeschichte – Exzellenz Gerhard Stein
Gerhard Stein wurde am 28. November 1922 in Oelsnitz/Erzgeb. geboren. Nach dem Kriegsdienst in der Wehrmacht geriet er in amerikanische Gefangenschaft und trat 1946 der SED bei. Am 6. Juli 1949 übernahm er von Lehrer Fredy Drechsel die Leitung der Hormersdorfer Schule und war bis 1960 als Schulleiter tätig. Parallel dazu absolvierte er ein Fernstudium …
Vom Neulehrer zum Hochschullehrer – eine Biografie über Hans Rößler
Alle die, die zwischen 1945 und 1949 in Hormersdorf die Schule besuchten, haben den Schulleiter Johannes Rößler gekannt. Den wenigsten dürfte aber der weitere Lebensweg des Pädagogen bekannt sein. Dies wird sich jetzt ändern. Am 6. Juni 1915 wurde Johannes Rößler in Neustadt bei Chemnitz als Sohn des Schlossers Willy Rößler und seiner Frau Gertrud, geb. …
Der Vaterländische Verein – Hormersdorf – Teil 1
von Falk Drechsel In den 1920er Jahren war das Hormersdorfer Vereinsleben sehr bunt. Eine Liste aus dem Jahr 1927 belegt das. Da gab es: den Arbeiter-Wahl- und Bildungsverein, den Erzgebirgs-Zweigverein, den Frauenverein, den Geflügel- und Kaninchenzüchterverein, den Gesangverein „Liedertafel“, den Konzertina-Verein, den Landwirtschaftlichen Verein, den Militär- Verein, den Naturheilverein, den Obstbauverein, den Radfahr- Verein „Heiter …
Der „Tische-Franz“, Teil 2
von Falk Drechsel Das Tische-Franz-Haus, v.li. Arno Brunner, Walter Weisbach, unbekannt, Hilma Kötter mit Reinhard, zwei unbekannte Kinder, Meta Weisbach, unbekannt, Rosalie Weisbach – die Mutter vom Tische-Franz, Franz Weisbach, zwei unbekannte Tischlergesellen. Der Nachfolger im Haus und in der Werkstatt wurde der jüngste Sohn Franz (1881- 1949). Er heiratete im Jahr 1904 Meta Vorberg, …
Der „Tische-Franz“, Teil 1
An der Hormersdorfer Hauptstraße stand früher ein altes Haus, im ganzen Dorf unter dem Namen „Tische-Haus“ bekannt. Dort hatte Tischlermeister Franz Weisbach, der „Tische-Franz“, seine Werkstatt. Dem Haus, der Familie und dem Spitznamen wollen wir etwas nachspüren. Das Tische-Franz-Haus um 1913, v.li. Hilma und Johanne Weisbach, Vater Franz Weisbach, Herbert und Oskar Schwind, Helene Schwind, …
Die Geschichte vom „Gifthitten-Helm“ – TEIL 4
Die Ankunft In Hamburg angekommen, zeigte der Kapitän ein letztes Mal seine Menschlichkeit: Er ließ alle Gefangenen waschen, einkleiden und mit Lebensmitteln versorgen. Nur ihre langen Bärte und verwilderten Haare sollten sie behalten – damit ihre Angehörigen sehen konnten, was sie durchgemacht hatten. Wilhelm kehrte schließlich spät in der Nacht nach Chemnitz zurück – von …






