10 Jahre ist es her, dass unsere Zwönitzer Schnitzer und Klöpplerinnen ihr Können zu einer Schau zusammengefast haben. Im Jahr 2016 fand die letzte Schnitzund Klöppelausstellung des EZV im Saal der Trinitatisgemeinde zum 1. Adventswochenende statt. Der Zuspruch war sehr groß. Nun sind die Erzgebirgsfreunde zurück im historischen Alten Poststall, in dem schon der Kulturbund zu DDR Zeiten die Ausstellungen der Volkskunstschaffenden präsentierte. 

115 Jahre Zwäntzer Schnitzer… dieses schöne Jubiläum nahmen die Schnitzer zum Anlass, diese Ausstellung zu gestalten. Gemeinsam mit der Klöppelgruppe des EZV entstand so eine Schau, welche das Schaffen der Zwönitzer Hobbykünstler aus den letzten Jahren zeigt. 
Zwölf Aktive umfasst die Schnitzgruppe, unter der Leitung von Raiko Mothes, die sich einmal wöchentlich zum Schnitzen und Fachsimpeln im Vereinshaus trifft. Besonders stolz sind die Schnitzer auf ihre Nachwuchsgruppe, die von Christian und Michael Bach angeleitet wird und zehn Kinder an das Hobby Schnitzen heranführt. 
Die neun Frauen der Klöppelgruppe, unter der Leitung von Regina Geißler, treffen sich wöchentlich im Vereinshaus, um das Kunsthandwerk auszuüben und die Gemeinschaft zu feiern. Interessenten sind hier jeder Zeit herzlich willkommen. Die Ausstellung zeigt Arbeiten der aktiven Kunsthandwerker, der Kindergruppe und Werke von Schnitzern, die ihre Messer schon zur Seite gelegt haben oder nicht mehr unter uns sind. Auch unter den kunstvollen feinen Spitzen finden wir Ausstellungsstücke in Gedenken der ehemaligen Klöpplerinnen. 
Eine besondere Pyramide aus dem Jahr 1955, die viele Jahre in Australien weilte und im März 2024 als Geschenk an den EZV zurückkehrte, ist unter den Ausstellungsstücken. 
Zwei mechanische Bergwerke, eine Leihgabe des bergmännischen Traditionsvereins Zwönitz, runden die Schau ab. 
Wer vom Staunen hungrig geworden ist, der kann sich mit einem Heißgetränke und Gebäck stärken, Schauklöppeln und Schauschnitzen erleben oder gar selbst Hand anlegen und einmal diese beiden alten Traditionen ausprobieren.
Für das Zustandekommen dieser Schau gilt großer Dank allen Heimatfreunden, die bei Beschaffung der Ausstellungsstücke, bei Aufbau, Organisation und Absicherung der Ausstellung mitgearbeitet haben.