Vereinsvorsitzender Stephan Wappler erklärt im Pressetermin das angedachte
Vorhaben.

Es ist kein Geheimnis – die regionalen Unternehmen in Industrie, Handwerk und Dienstleistungssektor haben trotz Wirtschaftskrise einen ständigen Bedarf an Nachwuchs mit Fähigkeiten in den sogenannten MINT-Fächern. Das sind Mathematik, Informatik und die Naturwissenschaften. Doch viel zu wenige Jugendliche entwickeln eine Begeisterung für diese Schulfächer. Dies soll sich in Zwönitz bald ändern. 
Stephan Wappler, Dorfchemnitzer und Vater von drei Kindern, möchte sich als Vorsitzender mit seinem neu gegründeten Förderverein „Lebenswertes Zwönitz“ auch dieser Thematik annehmen. Als ausgebildeter Mathematiker und Spezialist für Informationstechnik und Datensicherheit weiß er genau, wie schwer es deutsche Firmen zukünftig im internationalen Wettbewerb haben werden. „Nur wenn die heranwachsende Generation im MINT-Bereich mit den führenden Nationen wie China, USA oder Indien mithält, werden wir unseren hohen Lebensstandard bewahren können“, ist sich Stephan Wappler sicher. Und genau deshalb hat er mit seinem Verein ein gigantisches Projekt ausgearbeitet, um die Schüler der Region im Buntspeicher mit erfolgreichen örtlichen Unternehmen zusammenzubringen. Unter Nutzung der dort bereits vorhandenen Demonstratoren sollen die Schüler von Spezialisten spielerisch an die Lösung praxisnaher Aufgabenstellungen herangeführt werden. „Mit dieser neuen Art von Unterricht außerhalb der Klassenzimmer werden wir bei dem einen oder anderen Begeisterung erwecken, welche auf die spätere Berufswahl einen großen Einfluss haben wird. Der Buntspeicher bietet hierfür hervorragende Bedingungen“, so Wappler. 
Mehr als eine halbe Million Euro will der Verein für das auf vorerst 24 Monate angelegte Projekt in die Hand nehmen. Der Großteil des Geldes soll als Fördermittel aus dem Kultusministerium kommen. Erste positive Signale aus Dresden stimmen den Vereinsvorsitzenden positiv. Zur Finanzierung der Eigenanteile laufen Gespräche mit jenen Unternehmen, die von dem Projekt letztendlich profitieren sollen. Und warum zieht sich ein Familienvater, der auch beruflich sehr gefordert ist, im Ehrenamt ein solches Mammutprojekt mit so viel Arbeit und finanziellem Risiko auf den Tisch? Stephan Wappler brennt für seine Heimatstadt und möchte diese auch für seine Kinder noch lebenswerter gestalten. „Wir müssen dafür sorgen, dass auch die heranwachsende Generation in der Region sehr gute Lebensbedingungen hat. Wenn wir es nicht schaffen, der Jugend attraktive Arbeitsbedingungen zu sichern, wird eine große Abwanderungswelle einsetzen und vieles, was uns heute lebenswert und wichtig ist, wird nicht mehr finanzierbar sein und verloren gehen“ ist sich Wappler sicher. „Und genau deshalb haben sich Gleichgesinnte mit viel Engagement in dem neuen Förderverein zusammengeschlossen“. 

Foto/Titelfoto: Klaus Jedlicka