Auch beim diesjährigen Mühlentag am 25. Mai 2026 in der Papiermühle Niederzwönitz und der Knochenstampfe Dorfchemnitz erwartete die Besucher ein abwechslungsreiches Programm aus Genuss, Musik und Geschichte.

Mit rund 900 Besuchern ein neuer Besucherrekord.

900 Mühlenfans aus nah und fern besuchten am Pfingstmontag die Papiermühle Niederzwönitz. Bakos Lángos, der Gasthof zur Linde und die Schüler vom Matthes-Enderlein-Gymnasium Zwönitz waren für die Verköstigung der vielen Besucher zuständig. Die Gastronomen zeigten sich zufrieden und das Kuchenbuffet der Schüler wurde gut vernascht und besserte die Abikasse auf. Die Mühlenwiese lud zum gemütlichen Picknick ein. Manch einer suchte an dem sommerlichen Tag ein Schattenplätzchen am Mühlgraben unter Bäumen und lauschte dem Rauchen und Plätschern am Wasserrad. Das drehte sich emsig den ganzenTag während in der Papiermacherwerkstatt fleißig Papier geschöpft
wurde. Einige Besucher konnten selbst schöpferisch tätig werden und waren stolz auf ihr selbstgemachtes Erinnerungsstück aus der Papiermühle. Im Museum erkundeten die Besucher die Produktions- und Wohnräume der einstigen Pappenfabrik. Die neue Sonderausstellung „Ein offenes Blatt – vom Reiz der Spielkarten“ bot mit Informationen und Spielebereich für Abwechslung. Aber auch das Riesenwürfelpuzzle auf dem Trockenboden und die Bastelstationen für das Reise- Mühlespiel waren sehr beliebt.

War fei schieh… Das Duo „Fei“ sorgte für musikalische Unterhaltung

Ab 13 Uhr sorgte das Folk-Pop-Duo Fei mit Musik in erzgebirgischer Mundart für besondere Stimmung. Dialekt, Groove und Klarinette verbanden sich zu einem musikalischen Heimatgefühl, das das Erzgebirge in ehrlicher und zugleich utopischer Weise feierte.

Die Sonderausstellung „Lurch & Co vor der Linse – tierische Schnappschüsse“ von Matthias Göthel war ein Anziehungspunkt am Mühlentag in der Knochenstampfe Dorfchemnitz.

Auch im Museum Knochenstampfe herrschte reges Treiben. Rund 400
Besucher belebten den Stampfenhof ebenso wie den Museumsgarten. Den Auftakt machten die Zuchtfreunde des RGZV Dorfchemnitz mit ihrem traditionellen Hähnewettkrähen. Frühaufsteher konnten nach einem
spannenden stimmgewaltigen Wettkampf ihren Appetit mit einer Bratwurst oder einem Eis stillen. Ab 10 Uhr konnten sich Besucher des Museums in der Sonderausstellung “Lurch & Co vor der Linse – tierische Schnappschüsse” von beeindruckenden tierischen Momentaufnahmen des Dorfchemnitzer Fotographen Matthias Göthel verzaubern lassen oder an einer der stündlichen Kurzführungen zu Stampfwerk, Mühlenhistorie und altdeutschem Backofen teilnehmen.

Im Museumsgarten stand Museumsgärtnerin Viola für den einen oder anderen Plausch über ihre grünen Schützlinge zur Verfügung während Hobbygärtner bei der Pflanzentauschbörse des Kleingartenvereins Torfhütte e.V. auf ihre Kosten kamen und ganz nebenbei die eine oder andere Kräuterbutter oder Honig frisch aus der Wabe probieren konnten. Auf die Ohren gab es natürlich auch etwas. Von 11 Uhr bis 13 Uhr sorgten die Erzgebirgischen Blasmusikanten Zwönitz/Affalter für die ebenfalls bereits traditionelle musikalische Untermalung.

Ob Papiermühle oder Knochenstampfe: ohne die vielen freiwilligen Helfer hätte das nicht so gut gelingen und den Besuchern so eine Freude bereiten können. Vielen Dank!

Text: Paula Stötzer/Marco Blechschmidt
Bilder/Titelbild: Ralf Wendland