Hier geht es zum 360 Grad Rundgang der Sonderausstellung "Puppenhäuser"

+ Gewinnspiel

Dank einer 360° Kamera der Firma Dr. Clauß Bild- und Datentechnik GmbH aus Zwönitz und der Programmierung durch den neuen Mitarbeiter des SmartCity-Teams Martin Wachsmuth kann auf https://zwoenitz.city/puppenstuben/ neugierig in die aktuelle Sonderausstellung „Puppenhäuser – Die gute alte Zeit in Miniatur“ in der Knochenstampfe in Dorfchemnitzt hineingeschaut und sogar gespielt werden. Als nehmen Sie an unserem Gewinnspiel teil und begeben Sie sich in die kleine Welt der Puppenhäuser.

Hinweise zum Suchspiel: die verschiedenen Motive verstecken sich in der Ausstellung. In unserem 360 Grad Rundgang können Sie bis auf das kleinste Detail heranzoomen und so auch unsere Suchmotive finden. Im jeweiligen Formularfeld unten wollen wir dann den genauen Standort des Motives von Ihnen wissen, sprich:

1. In welchem Puppenhaus befindet sich der Gegenstand?
2. Beschreiben Sie die Lage des Gegenstandes genauer (z. B. welche Etage, welcher Raum im Haus etc.).

Und das wird dann unten in das Formularfeld eingetragen und am Ende, nachdem Sie Ihre Kontaktdaten eingegeben haben, auf „Absenden“ gedrückt.

Bis zum 14.03.2021 kann mitgemacht werden. Am Ende werden die 10 glücklichen Gewinner ausgelost und erhalten freien Eintritt für die Familie (Eltern + Kinder).

Hier die Suchmotive

Teilnahmebedingungen
Die Teilnahme am Gewinnspiel von

Heimatwelten Zwönitz
Niederzwönitzer Str. 62a
08297 Zwönitz

, nachfolgend Betreiber oder Veranstalter genannt, ist kostenlos und richtet sich ausschließlich nach diesen Teilnahmebedingungen.


Ablauf des Gewinnspiels
Die Dauer des Gewinnspiels erstreckt sich vom 18.02.2021 08:00 Uhr bis zum 14.03.2021, 23:59 Uhr. Innerhalb dieses Zeitraums erhalten Nutzer online die Möglichkeit, am Gewinnspiel teilzunehmen.


Teilnahme
Um am Gewinnspiel teilzunehmen, ist ein Ausfüllen und Absenden des angezeigten Teilnahmeformulars notwendig. Die Teilnahme ist nur innerhalb des Teilnahmezeitraums möglich. Nach Teilnahmeschluss eingehende Einsendungen werden bei der Auslosung nicht berücksichtigt.

Pro Teilnehmer nimmt nur eine übermittelte Anmeldung am Gewinnspiel teil. Es ist strengstens untersagt, mehrere Email-Adressen zur Erhöhung der Gewinnchancen zu verwenden.

Die Teilnahme am Gewinnspiel ist kostenlos.


Teilnahmeberechtigte
Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die Ihren Wohnsitz in Deutschland und das 14. Lebensjahr vollendet haben.

Sollte ein Teilnehmer in seiner Geschäftsfähigkeit eingeschränkt sein, bedarf es der Einwilligung seines gesetzlichen Vertreters.

Nicht teilnahmeberechtigt am Gewinnspiel sind alle an der Konzeption und Umsetzung des Gewinnspiels beteiligte Personen und Mitarbeiter des Betreibers sowie ihre Familienmitglieder. Zudem behält sich der Betreiber vor, nach eigenem Ermessen Personen von der Teilnahme auszuschließen, wenn berechtigte Gründe vorliegen, beispielsweise

(a) bei Manipulationen im Zusammenhang mit Zugang zum oder Durchführung des Gewinnspiels, (b) bei Verstößen gegen diese Teilnahmebedingungen, (c) bei unlauterem Handeln oder (d) bei falschen oder irreführenden Angaben im Zusammenhang mit der Teilnahme an dem Gewinnspiel.


Gewinn, Benachrichtigung und Übermittlung des Gewinns
Folgende Preise werden vergeben:

10x freier Eintritt in das Heimatmuseum Knochenstampfe für eine Familie (Eltern + Kinder)

Die Ermittlung der Gewinner erfolgt nach Teilnahmeschluss im Rahmen einer auf dem Zufallsprinzip beruhenden Verlosung unter allen Teilnehmern. Ist das Gewinnspiel mit einer Aufgabe verknüpft, kommen ausschließlich diejenigen Teilnehmer in die Verlosung, welche die Aufgabe korrekt durchgeführt haben.

Die Gewinner der Verlosung werden zeitnah über eine gesonderte Email über den Gewinn informiert.

Die Aushändigung des Gewinns erfolgt ausschließlich an den Gewinner oder an den gesetzlichen Vertreter des minderjährigen Gewinners. Ein Umtausch, eine Selbstabholung sowie eine Barauszahlung des Gewinns sind nicht möglich.

Eventuell für den Versand der Gewinne anfallende Kosten übernimmt der Betreiber. Mit der Inanspruchnahme des Gewinns verbundene Zusatzkosten gehen zu Lasten des Gewinners. Für eine etwaige Versteuerung des Gewinns ist der Gewinner selbst verantwortlich.

Meldet sich der Gewinner nach zweifacher Aufforderung innerhalb einer Frist von 3 Wochen nicht, kann der Gewinn auf einen anderen Teilnehmer übertragen werden.


Beendigung des Gewinnspiels
Der Veranstalter behält sich ausdrücklich vor, das Gewinnspiel ohne vorherige Ankündigung und ohne Mitteilung von Gründen zu beenden. Dies gilt insbesondere für jegliche Gründe, die einen planmäßigen Ablauf des Gewinnspiels stören oder verhindern würden.


Datenschutz
Für die Teilnahme am Gewinnspiel ist die Angabe von persönlichen Daten notwendig. Der Teilnehmer versichert, dass die von ihm gemachten Angaben zur Person, insbesondere Vor-, Nachname und Emailadresse wahrheitsgemäß und richtig sind.

Der Veranstalter weist darauf hin, dass sämtliche personenbezogenen Daten des Teilnehmers ohne Einverständnis weder an Dritte weitergegeben noch diesen zur Nutzung überlassen werden.

Eine Ausnahme stellt das für die Durchführung des Gewinnspiels beauftragte Unternehmen Happy Contests GmbH dar, welches die Daten zum Zwecke der Durchführung des Gewinnspiels erheben, speichern und nutzen muss.

Im Falle eines Gewinns, erklärt sich der Gewinner mit der Veröffentlichung seines Namens und Wohnorts in den vom Veranstalter genutzten Werbemedien einverstanden. Dies schließt die Bekanntgabe des Gewinners auf der Webseite des Betreibers und seinen Social Media Plattformen mit ein.

Der Teilnehmer kann seine erklärte Einwilligung jederzeit widerrufen. Der Widerruf ist schriftlich an die im Impressumsbereich der Gewinnspiel App angegebenen Kontaktdaten des Veranstalters zu richten. Nach Widerruf der Einwilligung werden die erhobenen und gespeicherten personenbezogenen Daten des Teilnehmers umgehend gelöscht.

Facebook Disclaimer
Diese Aktion steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert.

Anwendbares Recht
Fragen oder Beanstandungen im Zusammenhang mit dem Gewinnspiel sind an den Betreiber zu richten. Kontaktmöglichkeiten finden sich im Impressumsbereich der Website www.zwoenitzer-anzeiger.de.

Das Gewinnspiel des Betreibers unterliegt ausschließlich dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Salvatorische Klausel
Sollte eine Bestimmung dieser Teilnahmebedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Gültigkeit dieser Teilnahmebedingungen im Übrigen nicht berührt. Statt der unwirksamen Bestimmung gilt diejenige gesetzlich zulässige Regelung, die dem in der unwirksamen Bestimmung zum Ausdruck gekommenen Sinn und Zweck wirtschaftlich am nächsten kommt. Entsprechendes gilt für den Fall des Vorliegens einer Regelungslücke in diesen Teilnahmebedingungen.

Die aktuelle Sonderausstellung „Puppenhäuser – Die gute alte Zeit in Miniatur“ im Heimatmuseum Knochenstampfe Dorfchemnitz wird bis Mai verlängert. Doch wie entsteht die Faszination für die eigenen vier Wände, ob im Groß- oder Kleinformat? Wir gehen der Sache auf die Spur. Home-Office, Home-Schooling, Ausgangssperren – das alles führt zur exzessiven Beschäftigung mit den eigenen vier Wänden. Der eine renoviert, was das Zeug hält, bestellt Möbel online, der andere entdeckt Upcycling und DIY (Do it yourself) für sich, oder sortiert radikal aus nach den Methoden von Marie Kondo – einer Beraterin und Autorin aus Japan, die mit einer aufgeräumten Wohnung auch für einen aufgeräumten Geist des Bewohners sorgt. Dabei scheint dieser geradezu „wohnsüchtig“ und muss von der Sammellast befreit werden. Jüngst griff das Phänomen ein TV-Beitrag auf arte von Tim Lienhard unter dem gleichnamigen Titel „Wohnsüchtig“ auf. Der Rückzug ins Private, wenn heute auch erzwungen, ist keine Neuerscheinung, was ein Blick in die Geschichte verrät. Die Wortschöpfung „wohnsüchtig“ bezieht sich auf das Wohnen im 19. Jahrhundert und geht auf den Philosophen Walter Benjamin zurück. Dieser beschrieb in seinem Werk „Passage“ als Modell mit Nippes überfrachtete Samthöhlen, Orte der Weltflucht, die er zu Lebzeiten noch kannte. Ihren Ausgang nahm die Wohnsucht in einer Zeit, in der die großen Umbrüche zu erwarten waren, aber noch nicht eingetroffen sind. Die Rede ist vom sogenannten Biedermeier, eine Kunst- und Kulturepoche, die eine Zeitspanne zwischen dem Ende des Wiener Kongresses 1815 und den Beginn der bürgerlichen Revolution 1848 umfasst. Der politische Stillstand setzte eine Einkehr ins Häusliche, Gemütliche in Gang – in eine eigene, gestalt- und beherrschbare Welt, etwas, das heute wieder recht vertraut erscheint. Walter Benjamin würde an der Stelle von einem Verstecken hinter schweren Samtvorhängen sprechen, oder von einem Einhausen in einem Gehäuse voller Gehäuse (gemeint sind Etuis, Schatullen, Schächtelchen, Taschenuhren – alles beliebte Gegenstände des 19. Jh.). Mit dem Erstarken des Bürgertums in der Gründerzeit bis zur Jahrhundertwende des 20. Jahrhunderts war das Wohnen als eingerichtete und gelebte Wohnkultur nicht länger Luxus des Adels, sondern Spielraum der Bürger, die sich eben mit allerlei „Gehäuse“, Textil und Muster austobten. Das kapitalistische System befeuerte zudem das Horten und Anhäufen von Besitzgütern. Im Umfeld des Bürgertums entstanden auch eigene, private Sammlungen – der Grundstein vieler Museen, war somit gelegt. Im Museum selbst lässt sich heute das Thema Wohnkultur anhand zahlloser Einrichtungsgegenstände präsentieren. Interessant daran ist, dass jede Zeit ihre Möbel, ihre Dekoration und Stile hat. Letztlich ist die Einrichtung nicht nur Spiegelbild der Seele einer Person, sondern auch einer Gesellschaft, eines Zeitgeistes und – gefühls. Nun hat nicht jedes Museum die Größe eines Bahnhofs und kann kilometerlang Schränke sämtlicher Epochen nebeneinander stellen (das wäre auch langweilig). Wohnkultur lässt sich ebenso im Kleinen entdecken, in Puppenstuben zum Beispiel. Sie sind gespiegelte Lebenswelten, ein Abbild menschlichen Geschmacks. Die Sonderausstellung „Puppenhäuser – Die gute alte Zeit in Miniatur“ im Heimatmuseum Knochenstampfe Dorfchemnitz eröffnet Einblicke in die bürgerliche und kleinbürgerliche Wohnkultur. Mit dem Interieur wird das Puppenhaus auch zu einem Musterbeispiel gediegener Handwerkskunst verschiedener Berufsgruppen. Die Puppenhausarchitekten sind zugleich Maler, Fliesenleger, Polsterer, Elektriker und vieles mehr. Die Lupe und Pinzette sind ihre Werkzeuge. Es zeigen sich Nachbildungen prachtvoller Salons, Drechselmöbel des Spätbiedermeiers, Inszenierungen der Werkbundkunst neben Einrichtung der 1950er Jahre. Die Arbeit und Kunstfertigkeit, die in einem Puppenhaus steckt, schließt eine Funktion als Kinderspielzeug nahezu aus. Das erste bekannte Puppenhaus ließ Herzog Albrecht V. von Bayern 1557 errichten. Auch wenn es bei einem Brand zerstört wurde, verweist das erhalten gebliebene Inventar auf eine prunkvolle Ausstattung, die offensichtlich nur der Anschauung diente. Bis ins 18. Jahrhundert erfüllten Puppenhäuser eher Repräsentationszwecke. Erst im frühen 19. Jahrhundert wurde das Spiel als Erziehungsmittel entdeckt und dem Spieldrang der Kinder mit Spielzeug begegnet. Puppenhäuser bekamen eine neue Bedeutung. Mädchen sollten damit an die umfängliche Hausarbeit herangeführt und Jungen verstärkt mit Kaufmannsläden auf geschäftliches Denken vorbereitet werden. Auf manche Kinder haben Puppenstuben noch heute diese Wirkung. Oft sind sie aber Sammel- und Bastelobjekte der Erwachsenen. In Dorfchemnitz sind Puppenhäuser des Ärzte- Ehepaares Göpel aus Dresden zu bestaunen. Wochenlang wurde diese Schau aufgebaut, mit viel Fleiß und Geduld. Alles ist handgefertigt, jedes noch so winzige Detail. Diese “Heile Welt“ blieb bisher ironischerweise hinter Museumstüren verschlossen. Die Ausstellung geht deshalb bis Ende Mai in die Verlängerung und das Museum hofft auf baldige Öffnung, verbunden mit der Möglichkeit, kleine und große Kinder, wohnsüchtige und kulturinteressierte Erwachsene zu erfreuen. Vielleicht bietet es Anregung für das eigene Puppenhaus, das, nachdem die Wohnung schon vollgestellt ist, für den Einrichtungsdrang in Zeiten von Corona herhalten muss. Auch diese Wohnungen werden ein Bild unserer Zeit, wahrscheinlich im Retro-Shabby-Chic-Stil (Erfindung von ebay- Kleinanzeigen), liefern.