In diesem Jahr gibt es sie seit 35 Jahren – die Städtepartnerschaft zwi- schen Zwönitz und Heiligenhaus. Ins Leben gerufen von den charismatischen Persön-ichkeiten Thea Dützmann und Reinhard Schneider und besiegelt am 16.09.1990 von den damaligen Bürgermeistern Uwe Schneider und Hermann Schwarze. Eine gelebte Partnerschaft, die zur Freundschaft wurde. Stets begleitet von herzlichen Umarmungen und wortreichem Austausch bei den gegenseitigen Besuchen, die Tradition haben. Eine davon ist der Zwönitzer Stand auf dem Heiligenhauser Stadtfest, den Nachtwächter Werner Störzel und Wilfried „Zapo“ Zaporowski auch in diesem Jahr wieder mit jeder Menge guter Laune und den Zwönitzer Spezialitäten der heimischen Brauerei füllten. Doch bevor es vom 19. – 22.06.2025 für die Jungs mit „Bude auf – Bier hier“ los ging, wurden sie am Ankunftstag erst mal zu einem privaten Grillfest von und mit den Heiligenhauser Freunden entführt. Dazu gesellten sich ebenfalls die neuen Zwönitz-Fans, die im letzten Jahr erstmalig die Hutzentage kennen- und lieben gelernt haben und dort beim angeregten Plaudern die Faschings- bzw. Karnevaltraditionen erörterten. Dieser Austausch sorgte in heimeliger Gartenatmosphäre nun für eine Überraschung, als Heike Wietek, in ihrer Eigenschaft als Heiligenhauser „Hoppediz“, den Ehrenorden der „Heljens Jecken“ an einen ziemlich sprachlosen Werner und Zapo verlieh (Bild). Natürlich verbunden mit der Einladung, auf dem Wagen der Heiligenhauser Narrengemeinschaft mitzufahren, der am 14.02.2026 durch die Innenstadt führen wird. Ob aus den Erzgebirglern wohlmöglich noch rheinische Karnevalisten werden? Es bleibt spannend. Zur Eröffnung des Stadtfestes durch Bürgermeister Michael Beck, das für ihn sein letztes in dieser Funktion war, schlüpfte Werner in seine schimmernd, blaue Nachtwächteruniform, um von der großen Bühne den Heiligenhausern traditionell und mit Bariton-Stimme ein gelungenes wie fröhliches Fest zu wünschen. Währenddessen der Zapfhahn in der von Zapo gehüteten Bude auf Hochtouren lief und wahlweise „Feierobendbier“ und „Pils“ von sich gab. Ein fester Treffpunkt blieb der Zwönitzer Stand auch die nächsten drei Tage, um zu plaudern, zu lachen und alte wie neue Freundschaften zu pflegen. Es ist und bleibt immer wieder ein großes Vergnügen, die Zwönitzer Freunde in Heiligenhaus zu begrüßen.

Text/Bild: Merle Lotz, Heiligenhaus