Die Teilnehmergemeinschaft Dorfchemnitz-Günsdorf freut sich über die erfolgreiche Fertigstellung des 1. Bauabschnitts des Mastenweges. Mit dieser Maßnahme wurde ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Infrastruktur erreicht. Zugleich ist der Mastenweg der erste Weg, der im Rahmen des laufenden Flurbereinigungsverfahrens Dorfchemnitz-Günsdorf ausgebaut werden konnte – ein sichtbarer Auftakt für die kommenden Maßnahmen. Flurbereinigung bedeutet, landwirtschaftlich genutzte Flächen neu zu ordnen, ihre Bewirtschaftung effizienter zu gestalten und zugleich leistungsfähige Wege zu schaffen oder zu verbessern. Solche Projekte erfordern einen langen Atem, da viele Interessen von Eigentümern, Anliegern, Landnutzern und Trägern öffentlicher Belange (z.B. Netzbetreiber, Telekom, Naturschutz) in Einklang gebracht werden müssen. Im Rahmen des gesamten Planungsprozesses wurde dabei nicht nur dieser konkrete Abschnitt betrachtet, sondern das gesamte Wegenetz der Flurbereinigung Dorfchemnitz-Günsdorf beurteilt – sowohl hinsichtlich des bestehenden Zustandes als auch mit Blick auf eine zukunftsorientierte, nachhaltige Entwicklung. Nach über 10 Jahren Planung und Vorbereitung konnte nun der 1. Bauabschnitt erfolgreich abgeschlossen werden. Auf einer Länge von rund einem Kilometer wurde die Fahrbahn grundlegend erneuert und auf 3,5 Meter verbreitert. Der Ausbau umfasst den Abschnitt vom bereits in Niederzwönitz bis zur Gemarkungsgrenze ausgebauten Pflasterweg bis zur Kreuzung Scheithauerweg. Um die Trinkwasserqualität im Schutzgebiet „Christelgrund“ zu sichern, wird zusätzlich im Ortsteil Günsdorf, etwa 250 Meter nach der Einmündung des Mastenweges in die Staatsstraße S 233 (Hormersdorfer Straße), eine Schranke errichtet. Sie beschränkt den motorisierten Verkehr künftig auf die land- und forstwirtschaftliche Nutzung. Für Fußgänger, Radfahrer und Reiter bleibt der Durchgang offen, berechtigte Fahrzeuge erhalten Zugang über ein Dreikantschloss. Die Gesamtkosten für diesen Bauabschnitt beliefen sich auf rund 400.000 Euro. Die Maßnahme wurde durch den Bund und den Freistaat über das Förderprogramm „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ zu 85% gefördert. Den verbleibenden Eigenanteil tragen die Stadt Zwönitz, die Agrargenossenschaft Dorfchemnitz sowie weitere anliegende Bewirtschafter. Mit der baulichen Umsetzung war die Firma Eiffage Infra-Ost GmbH aus Drebach betraut. Begleitet und überwacht wurde das Bauvorhaben vom Verband für Ländliche Neuordnung Sachsen sowie vom Landratsamt Erzgebirgskreis. Innerhalb von nur zwei Monaten konnte der 1. Bauabschnitt des Mastenweges fertiggestellt und am 24. Oktober 2025 feierlich übergeben werden. Die Teilnehmergemeinschaft Dorfchemnitz-Günsdorf bedankt sich herzlich bei allen Mitwirkenden für das große Engagement und die konstruktive Zusammenarbeit. Mit Blick in die Zukunft wird deutlich: Dies war erst der Anfang. In den kommenden Jahren sollen zwei weitere Bauabschnitte des Mastenweges folgen, damit die gesamte Wegeverbindung vollständig erneuert und beständig nutzbar gemacht werden kann.

Text: Frau Panoschka/ Teilnehmergemeinschaft