Punkt 16.00 Uhr am Mittwoch, dem 29. Oktober 2025, hatte der Monteur der Glocken- & Turmuhrenfirma Christian Beck aus Kölleda alles erledigt. Drei Tage fleißige Arbeit lagen nun hinter ihm und uns! Tassilo Reuter und ich sind seinem Ruf an demselben Nachmittag gefolgt, um beide eine genaue Unterweisung im zukünftigen Gebrauch der Neuinstallationen zu erhalten. Die gesamte Anlage läuft ab sofort nahezu wartungsfrei. Die beiden Glockenhämmer sind repariert und so gesichert, dass selbst das Glockenläuten keine akute Gefahr mehr darstellt; eine eventuelle Beschädigung des Schlagwerkes während des Läutens betreffend. Dabei wurde festgestellt, dass das Läuterrad der Kleinen Glocke mehrere Schäden aufwies; eine Speiche war gebrochen und dadurch lief es unentdeckt wohl schon sehr lange unrund. Die betreffende Speiche wurde neu verschweißt und das Rad neu befestigt. Im Uhrwerks-Schrank gibt es ab sofort einen Schaltkasten, in welchem sich die Zentrale Steuerung für den Elektrischen Aufzug der drei Gewichte und für die Ganggenauigkeit des Pendels und des Schlagwerkes befindet. Die drei Motoren der Aufzüge am Sockel des Uhrwerkes werden zukünftig elektronisch gesteuert und lösen von nun an alle zwei Stunden automatisch aus. Auch die Aufhängung und der Ablauf der Gewichte geschieht nun geradlinig direkt nach unten. Der Umweg, diese wie bisher über dem Uhrwerk mittels Umlenkrollen in einen seitlichen Fallschacht führen zu müssen, entfällt hiermit. Damit ist alles bereitet, um möglichst auf weitere 135 Jahre störungsfreien Dienst des altehrwürdigen Uhrwerkes der Leipziger Fa. Bernhard Zachariä hoffen zu dürfen.
Matthias Franke,
Zwönitzer Türmer
