Jedes Jahr aufs Neue freuen sich die Zwönitzer auf ihre Hutzentage. Bedeutet es doch, liebe Verwandte wieder „Zuhause“ oder liebe Gäste in unserer schönen Bergstadt zu begrüßen. Im Vorfeld wurde überall geputzt, geschmückt, vorbereitet und organisiert, um wieder im vollen Umfang traditionsgerecht die Adventszeit einzuläuten. Die frühzeitig gelieferte Dekoration in Form von Schnee und Frost stimmte uns Zwönitzer so richtig auf Advent und Hutzentage ein, stellte den Zwönitzer Bauhof allerdings vor besondere Aufgaben, da neben dem Aufbau des Weihnachtsmarktes nun auch der Winterdienst für Straßen und Wege gefordert war. 
Am Freitag also, dem 28. November 2025, begann alles mit den heiß ersehnten Worten „Licht an!“. Traditionell gesprochen von Bürgermeister Wolfgang Triebert verwandelte sich der Marktbereich von Zwönitz wieder zum glanzvollen Lichtermeer.

Festliches Programm in der gut gefüllten Trinitatiskirche. Danke für die eingenommen Spenden in Höhe von 1336,50 €. Es wird somit sicher auch 2026 ein solches Konzert stattfinden können.

Der festliche Auftakt der Hutzentage begann bereits um 16 Uhr mit dem bergmännischen „Ahlichtel-Konzert“ in der Trinitatiskirche. Die Bergbläser der Erzgebirgischen Blasmusikanten Zwönitz/Affalter e.V. und die Zwäntzer Maad stimmten die zahlreichen Besucher mit adventlichen Weisen und traditionellen heimatlichen Klängen auf die Hutzentage und die bevorstehende Adventszeit ein. Pastor Rolf Wittrin führte durch das Programm, sorgte für so manchen Schmunzler und brachte mit seiner kleinen Andacht den Besuchern die Botschaft der Adventszeit nahe. Wenn auch an der erzgebirgischen Ausspreche noch gefeilt werden könnte, so sind wir doch dankbar für das Ehepaar Wittrin, das seit vier Jahren in Zwönitz wohnt und sich toll in unsere Traditionen einbringt. 

Im Anschluss bewegte sich ein kleiner festlicher Umzug von der Kirche zur Marktbühne. Begleitet von den Bergbläsern, zogen die Mitglieder des Bergmännischen Traditionsvereins Zwönitz, angeführt von den Zwönitzer Nachtwächtern, den Traditionsfiguren Engel und Bergmann, gefolgt von zahlreichen Gästen und flankiert von der Zwönitzer Jugendfeuerwehr, durch die Kirchgasse zur Marktbühne. Bergleute, Traditionsfiguren und Nachtwächter stärken unserem Bürgermeister den Rücken beim Ruf „Licht an!“.

Mit Spannung erwarten Wolfgang Triebert, Antje Henkel-Schilbach und Effi Winkler das erste Öffnen des Adventskalenders.

Der Höhepunkt des Abends war die offizielle Weihnachtsmarkteröffnung um 17:30 Uhr. Mit dem Ruf des Bürgermeisters „Licht an!“ – diesmal zur Freude der zahlreichen Besucher ganz pünktlich – wurde Zwönitz buchstäblich zur „Stadt der tausend Lichter“. 
Um 18:00 Uhr folgte ein weiterer, inzwischen auch schon traditioneller Moment: das Öffnen des ersten Adventskalendertürchens am Rathaus. Auch die 6. Auflage des großen Adventskalenders an unserer Rathausfassade bringt wieder vielfältige Farbtupfer auf den liebevoll geschmückten Marktplatz. In jedem Fenster überrascht uns 2025 ein Kunstwerk der Zwönitzer Künstlerin Antje Henkel-Schilbach. 
Nun wird sich täglich um 16:30 Uhr und zum Heiligen Abend am 24.12. um 10:30 Uhr ein Fenster öffnen und den Blick auf das Bild freigeben. 30 Bilder verschmelzen so zu einem Gesamtkunstwerk, das das Schaffen der Künstlerin über die letzten Jahrzehnte widerspiegelt. Der Betrachter wird mitgenommen in die liebenswerte Sichtweise der Illustratorin auf unsere erzgebirgische Heimatstadt Zwönitz sowie ihre einzigartigen Traditionen in der Advents- und Weihnachtszeit. Jedes Bild wird begleitet von einem kurzen Audio mit Gedichten von Effi Winkler oder Gedanken zum Advent von Zwönitzer Bürgern. 
Ein großes Dankeschön gilt neben der Künstlerin Antje Henkel-Schilbach und der Dichterin Effi Winkler auch den Personen, die zu den Bildern ein paar Gedanken eingesprochen haben und uns mit guten Worten und Wünschen durch den Advent begleiten. Die Zwönitzer Künstlerin Antje Henkel-Schilbach hatte, gemeinsam mit der Dichterin Effi Winkler, am Freitagabend die Ehre, das Signal „Fenster auf!“ zum Öffnen des ersten Adventskalenderfensters zu geben.

Musikalisch begleitet wurde die Öffnung des Adventskalenderfensterchens von den Drehorgelfreunden. Das Ehepaar Reuter vom „Juwelier Reuter“ lädt sich jedes Jahr zu den Hutzentagen Freunde ein: Drehorgelfreunde aus der Schweiz und Deutschland. Eine Stunde musizierten sie auf historischen Orgeln auf der Marktbühne und erfreuten zuvor und danach im Roßhof die Besucher. 
Die Fidelen Jungs, schon eine feste Größe zu den Zwönitzer Hutzentagen, ließen ihre traditionelle Bläsermusik über den Markt schallen. So entspannen sich nette Gespräche, so mancherlei unverhoffte Begegnungen oder auch geplantes Beisammensein bei Punsch und Glühwein im Schein der Adventsbeleuchtung, an der Feuerschale und bei einer hervorragenden Verpflegung durch die vielfältigen Händler, die liebevoll ihre Speisen darboten. 
Die Zwönitzer Hutzentage 2025 hielten auch am Samstag und Sonntag noch viele weitere traditionelle Höhepunkte bereit, wie die Weihnachtsmannparade und das feierliche Anschieben der Pyramide am Samstagvormittag sowie den großen abendlichen Bergaufzug mit über 500 Trachtenträgern. 
Einen ausführlichen Bericht des Hutzentage-Wochenende finden Sie in der kommenden Ausgabe.

Der Festzug auf dem Weg zur Marktbühne über einen noch dunklen, aber schon gut besuchten Marktplatz.