Wenn man so, wie in dem vorangegangenen Artikel zu lesen, die weihnachtlichen Aktionen der einzelnen Ortsteile anschaut, spürt man förmlich, wieviel Herzblut und Liebe dahintersteckt. Es ist immer wieder faszinierend, wie sich der Erzgebirger um seine wunderschönen Traditionen in der Advents- und Weihnachtszeit bemüht und diese zelebriert. Dafür sei jedem Einzelnen von Herzen Danke gesagt, denn Traditionen zu wahren und das Besondere in unserer Region mit „Leben zu füllen“, ist nicht selbstverständlich. Die Bergstadt Zwönitz mit seinen Ortsteilen besitzt durch das enorme Engagement seiner Einwohner, Unternehmer, Vereine und Institutionen eine sehr hohe Strahlkraft über die Ortsgrenzen hinaus. Das belegt auch folgender „Leserbrief“, der uns erreichte und den wir gerne teilen wollen:
Zwönitzer Hutzentage… Welch ein Ereignis! „Schon in den Tagen vor dem 1. Advent war es als Bürger der Stadt Zwönitz ein Erlebnis zu beobachten, wie viele fleißige Hände an der Vorbereitung der Hutzentage bei miserablem Wetter mitwirkten. Schon beim Aufstellen des Baumes war das Interesse zu spüren. Viele Menschen auf dem Markt wollten dabei sein. Dies setzte sich fort am Freitag zum „Licht an!“. Unsere Gäste aus Leipzig, Braunschweig, Mutterstadt und aus der Nähe von Pirmasens und Innsbruck verfolgten das Geschehen mit großem Interesse. Dies setzte sich am Sonnabend fort.
Zur Weihnachtsmannparade und dem Pyramidenanschieben trafen sich alle auf dem Markt. Wieder beindruckte die Anzahl der Menschen, die dabei waren. Absoluter Höhepunkt sicher der Bergaufzug. Welch eine Logistik beim Aufstellen der Trachtenträger auf der „Bühne“ rund um unsere Pyramide, das Konzert und der Gesang des erstmals in Schneeberg gesungenen Steiger-Liedes. Dies brachte Gänsehaut pur.
(Unsere achtjährige Enkelin aus Österreich sang es vollständig in einer ihrer letzten Schulstunden des vergangenen Jahres so emotional, dass die Lehrerin der Mutter per Telefon berichtete, wie faszinierend das war.)
Auch der Sonntag zeigte auf dem Markt, was den Weihnachtsmarkt in Zwönitz auszeichnet. Das Klima wurde von unseren Besuchern als einmalig gelobt. Ergebnis: Alle kommen nächstes Jahr wieder und haben jetzt schon ihre Zimmer vorreserviert. Nicht vergessen möchte ich den professionellen Abbau des Marktes. Innerhalb weniger Stunden sah es so aus, als wäre nichts gewesen. Vielen Dank für die erlebnisreichen Tage.“
Diesem Dank möchten wir eine kleine „Nachlese“ zu den Hut-
zentagen anfügen.
Wichtelwerkstatt im Buntspeicher begeistert viele Besucher
Der Buntspeicher in Zwönitz verwandelte sich am Samstag, dem 29. November, in eine zauberhafte „Wichtelwerkstatt“ und lockte damit ein großes Publikum an. Mit über 400 Besuchern war die Veranstaltung ein voller Erfolg und stimmte die Teilnehmer perfekt auf die bevorstehende Adventszeit ein.
Die „Wichtelwerkstatt“ bot kleinen und großen Kreativen die ideale Gelegenheit, in die Welt des Bastelns und Werkelns einzutauchen. An verschiedenen Stationen konnten die Besucher unter Anleitung des Buntspeicher-Teams und den extra angereisten Partnern eigene Weihnachtsgeschenke und winterliche Kunstwerke gestalten. Ob der eigene Schwibbogen, die eigene Tasche oder tolle Schlüsselanhänger oder Ketten, für jeden war etwas dabei. Mit den Tech Teens und der d-opt GmbH waren auch Partner vor Ort, die Technologie und Digitales mit in den Buntspeicher brachten. Man konnte so zum Beispiel einen Süßigkeitengreifarm selbst programmieren oder ein kleines Fahrzeug mit Hilfe von Sensortechnik selbst steuern. Die Nutzung der modernen Werkzeuge des Makerspace und der Partner sorgte für leuchtende Augen und innovative Ergebnisse.
Die hohe Besucherzahl zeigte wieder das große Interesse an kreativen Mitmach-Angeboten in der Region und unterstreicht die Rolle des Buntspeichers als lebendiges Zentrum für Innovation und Gemeinschaft. Die „Wichtelwerkstatt“ hat somit nicht nur für viele selbstgemachte Schätze gesorgt, sondern auch einen wunderbaren Start in die vorweihnachtliche Zeit zu den Zwönitzer Hutzentagen markiert.
Zwönitz zwischen „Licht und Schatten“
Die Pop-up-Galerie hat zu den Hutzentagen ordentlich gebrummt: Knapp 200 Menschen kamen am erszten Adventswochenende, um sich die Ausstellung der Fotografin Katrin Markstein anzuschauen. Besucherrekord! Aus Chemnitz, Dresden, Thüringen und Brandenburg kamen Kunstfans, um in Katrin Marksteins „Licht und Schatten“ einzutauchen.
Zwischen Bildern, Stollen und Kaffee wurde nicht nur geschaut, sondern auch herrlich gefachsimpelt. Die Mischung aus starken Motiven, lockerer Stimmung und Erzgebirgs-Stollen führte zu einem rundum warmen und gelungene Ausstellungswochenende.
Großzügige Unterstützung von Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V. erhalten
Mit über 510 Trachtenträgern gehört Zwönitz inzwischen zu den bedeutendsten Bergaufzügen in Sachsen.
Am 29. November war der Geschäftsführer des Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V. Steve Ittersha- gen (l.) nicht nur wieder anwesend, er kündigte auch an, Zwönitz finanziell in diesem Jahr zu fördern.
Inzwischen sind 7.000 EUR eingegangen, über die sich die Stadt Zwönitz sehr gefreut hat, decken sie doch in etwa ein drittel der erheblichen Kosten dieses Umzuges.
Wir sagen Danke.
