Liebe Leser des Zwönitzer Anzeigers,
auch in diesem Jahr war es mir eine Freude, all die Briefe aus dem Wunschbriefkasten auf dem Zwönitzer Marktplatz zu nehmen. Stellt euch vor, wir hatten 274 Briefe!
Es ist immer wieder schön, die Wünsche und Träume von Kindern und Erwachsenen zu lesen. Wünsche für Spielsachen, Kleidung und Naschwerk, aber auch große Wünsche für Frieden, Gesundheit, Zeit mit den Lieblingsmenschen, für Sonnenschein und Schnee.
Viele tolle Bilder und Basteleien waren mit dabei und so manch süßes Geheimnis wurde dem Weihnachts- mann anvertraut. Auch an Geschwister, Nachbarn, Eltern und Großeltern wurde gedacht und stellvertretend Wünsche für sie ausgesprochen.
In diesem Jahr habe auch ich die Zwönitzer Hutzentage besonders genossen, mir die Stände angeschaut und viele leckere Dinge probiert. Es waren viele Besucher aus nah und fern gekommen, das habe ich auch an den Adressen auf den Wunschbriefen gesehen. Benachbarte Orte wie Geyer, Lößnitz, Bernsbach, Schwarzenberg, Affalter und Stollberg waren zu finden. Aber auch große Städte waren dabei wie Dresden, Nürnberg, Plauen, Erfurt, Leipzig, Hamburg und Berlin. Auch aus Küblis in der Schweiz erreichten mich, wie schon im vergangenen Jahr, die Weihnachtswünsche über den Zwönitzer Wunschbriefkasten.
Ein paar besonders hübsche Wunschbriefe habe ich für euch ausgesucht:
Gut, dass ich fleißige Wichtel hatte, die mir bei der Beantwortung der Post geholfen haben, damit wirklich jeder Wunschzettel, der eine Adresse hatte, vor Weihnachten eine Antwort von mir bekommt. In 42 verschiedene Orte flattern die Briefe aus dem Weihnachtspostamt Zwönitz nun wieder zu den Kindern.
Aach, wie herrlich es doch jedes Jahr ist, Euch auf dem Markt in Zwönitz zu besuchen! So viele strahlende Gesichter lachen mich an und erfüllen mein Herz mit Wärme. Ich freue mich, dass ich gemeinsam mit euch Kindern die große Marktpyramide anschieben durfte.
Dieses Jahr war sie wieder ein wenig eingerostet und wollte sich zuerst gar nicht drehen. Doch mit eurer großartigen Hilfe und den lauten „Hau Ruck!“-Rufen begann sich die Pyramide beim dritten Versuch endlich zu bewegen. Wie schön sie nun wieder leuchtet!
Die Figuren – der Bergmann, der Nussknacker und sogar eine kleine Figur von mir – schimmern im warmen Licht und verbreiten weihnachtliche Freude.
Auch eine kleine Krippenszene verbirgt sich in der Pyramide und erinnert uns an den Ursprung des Festes, die Geburt von Jesus von Nazareth und an Gottes Liebe zu uns Menschen. Ja, Weihnachten, das Fest der Liebe, feiern wir besonders schön in unserem Erzgebirge mit all seinen Lichtern, Liedern und Bräuchen.
Wir wollen nicht vergessen, dass hinter all dem vielen Schmücken, den Wünschen und Geschenken die Liebe der Motor für dieses Treiben sein will. So wird für alle, ob Groß oder Klein, Beschenkter wie Schenkender die Weihnachtsfreude in unser Herz einziehen.
So nun muss ich mich mit dem Verpacken der Geschenke sputen, damit bis zum Heiligen Abend alles noch fertig wird.
Allen Lesern wünsche ich ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest sowie ein friedvolles und gesundes Jahr 2026.
Nicht vergessen, wir sehen uns am 1. Advent 2026 in Zwönitz zum Anschieben der Pyramide wieder.
Ich freu mich auf euch.
Euer Zwönitzer Weihnachtsmann
