Zahlreiche Schaulustige haben am Sams tag den 30.05.2026 die Gelegenheit
genutzt, den Gasthof zum Goldenen Stern zu besichtigen. Dabei wurden viele persönliche Erinnerungen wach. Die Mitarbeiter des Bauamtes, die die Besichtigung ermöglicht haben, erfuhren viel Interessantes von im Objekt tätig gewesenen Handwerkern, Lieferanten, Stammgästen und sogar von
Zwistigkeiten unter Gästen, die beim Skat zum „blauen Auge“ führten. Die Mehrheit begrüßt die Übernahme des Gebäudeensembles durch die Stadt und wünscht guten Erfolg.
Der nächste Planungsschritt kann nun eingeleitet werden, nachdem der Verein Zwönitztal-Greifensteinregion dem Antrag auf Förderung einer Machbarkeitsstudie die Zusage erteilt hat. Nebenbei gab es auch die
Gelegenheit, das eine oder andere Schätzchen aus dem Fundus des Gebäudeensembles gegen Spende mit nach Hause zu nehmen. Dabei kamen immerhin über 750 € zusammen, die zwar keine Sanierung finanzieren, aber das
Interesse der Öffentlichkeit an dem Vorhaben dokumentieren. Im Nachgang zum Freie Presse Artikel von Michael Felber am 31. Mai 2026, der im Gespräch mit Bringfried Leichsenring eine Geschichte vom „Adenauer“ erzählt, können
wir nun mit einer kleinen Aufklärung dienen. Bei der Person „Adenauer“
handelt es sich um Willy Kappaun. Die in der Nähe von Heidelberg lebende Renate Strobel, geborene Kappaun, hat sich aufgrund des Zeitungsartikels in der Verwaltung gemeldet und mitgeteilt, dass es sich bei „Adenauer“ um ihren Vater handelt. Wie der Spitzname „Adenauer“ zustande kam, konnte sie leider nicht sagen, nur dass sie auch immer die „Kleine vom Adenauer“ genannt wurde.
Zumindest scheint Willy Kappaun eine Persönlichkeit gewesen zu sein, die in Erinnerung blieb. Er hat es sogar in das Buch „Bilder aus der DDR“ von Harald Schindler (ISBN- 10: 3-89702-843-3 Sutton Verlag GmbH) geschafft. Dort steht zu lesen: „Vielleicht ist es nur ein subjektiver Eindruck, aber es gab früher mehr Leute, die man ganz im positiven Sinne als Originale bezeichnen konnte. Willy Kappaun, der den Spitznamen „Adenauer“ hatte, war immer gut für eine
„Schnorke“, dabei war er ein viel beschäftigter Handwerker und überall beliebt.“