Am Wochenende, um das 150. Geburtstagsjubiläum von Anton Günther, waren in vielen Orten des Erzgebirges Feste geplant. So auch bei uns in Zwönitz. Dass wir aber am Samstag, dem 6. Juni 2026, dann doch über 200 Gäste begrüßen konnten, war nicht zu erwarten, aber höchst erfreulich. Die Veranstaltung im schönen Roßhof wurde vom Vorstand gut vorbereitet. Es wurden Plakate gedruckt, Absprachen zum Aufbau der Bänke und Tische durchgeführt, Fragen geklärt, wer z.B. Torten bäckt und wer sich um die musikalischen Gäste kümmert. Schon eine Stunde vor Beginn trafen die helfenden Heimatfreunde ein. Tische und Bänke wurden aufgestellt und die fleißigen Bäckerinnen und Bäcker brachten ihre Torten und Kuchen. Nach und nach füllte sich der Hof und wir merkten schnell, die Sitzgelegenheiten werden nicht reichen. Die schnell noch herangeschafften Tische und Stühle aus der Gaststätte und sogar aus unseren Vereinsräumen reichten trotzdem nicht, um allen einen Sitzplatz anzubieten. Das angrenzende Pflegeheim hatte dann selbst noch Stühle für ihre Bewohner bereitgestellt. Nun konnte die Veranstaltung beginnen. Als Erstes sang der „Bergchor Glückauf Schneeberg e.V.“ ein Lied und der Vorsitzende unseres Vereins, Heimatfreund Bringfried Leichsenring, begrüßte die Gäste mit einem herzlichen Glückauf. Der Bergchor geht auf eine Tradition bis ins Jahr 1884 zurück. Die jährlichen „Glückauf-Abende“ in der Adventszeit sind eines der vielen Aufführungen dieses Männerchores. Sie erfreuten das Publikum mit weiteren Liedern von Anton Günther, wie „Vergass dei Hamit net“, „Dr Kuckuck“, „Wenn de Vugelbeer blüht“ oder „Wu de Walder Haamlich rauschen“. Zu erwähnen wäre, dass an diesem Tag in Schneeberg das Fest zum UNESCO-Welterbetag begangen wurde. Da war es eine ganz besondere Ehre, den Chor in Zwönitz zu haben! 
Nach einer Zugabe kamen „De Ranzen“ zum Einsatz (Bild links). Diese zwei Herren sind im ganzen Erzgebirge als musikalische Originale beliebt und bekannt. Der „Max“ hatte mit 60 Leuten gerechnet und deshalb keine Tontechnik mitgebracht. Wie die Zwei dann aber in der Mitte der Zuschauer ihr Programm durchgeführt haben, war richtig klasse und aller Ehren wert. Als letztes Lied erklang die heimliche Hymne der Erzgebirger „Deitsch on frei wolln mer sei“. Der „Max“ sagte zuvor, dass dieses Lied im Jahr 1908 von Anton Günther geschrieben wurde und leider von „Einigen“ zu ihren politischen Zwecken vereinnahmt wird. Dafür gab es Applaus und der Großteil sang das Lied mit. Die Gäste ließen sich natürlich auch von unseren Torten verwöhnen. Das Team vom Roß sorgte dazu für den nötigen Kaffee. Deshalb ein großes Dankeschön an die Mitarbeiter der Gaststätte, die auch den Grill angefeuert hatten und alle mit Roster und Bier versorgten. Petrus hatte ebenfalls einen Anteil am gelungenen Fest, denn bei herrlichem Wetter lässt sich gut feiern. 
Unser Erzgebirgszweigverein bedankt sich bei allen Mitgliedern die geholfen haben, dem Team vom Roß, bei der Stadt Zwönitz für die Bereitstellung der Biertischgarnituren und für die Spenden von unseren Gästen. Wir freuen uns schon auf das nächste Anton Günther Singen 2027! 
Text/Bilder: Vorstand EZV Zwönitz