Dose in die Hand, Kreativität an, los geht’s: An der Miniramp am Sportkomplex Zwönitz steht ab sofort eine legale Graffitifläche zum freien Sprühen zur Verfügung. Wer Lust auf Farbe, Kunst und ein bisschen Spray-Action hat, kann sich hier ohne zusätzliche Genehmigung oder vorherige Absprache kreativ austoben.

 
Die Polizeistation Zwönitz und die Stadtverwaltung sind über den aktuellen Standort der legalen Graffitifläche informiert. Eine Anmeldung ist daher nicht erforderlich. Kurz gesagt: Hingehen, Fläche nutzen, Kunst hinterlassen – und bitte den gesunden Menschenverstand gleich mitbringen.
 

Damit aus legalem Graffiti auch wirklich eine gute Sache für alle wird, gelten einige einfache Spielregeln:

1. Dose drauf, Müll runter: Für die eigenen Materialien ist jede und jeder selbst verantwortlich. Leere Dosen, Deckel und sonstiger Abfall müssen wieder
mitgenommen und sachgerecht entsorgt werden. Leere Graffitidosen gehören in die Gelbe Tonne – nicht in die Müllbehälter der Miniramp. Und weil Kunst zwar bunt, der Boden aber bitte sauber bleiben soll: Sprühnebel kann weit fliegen.
Deshalb am besten eine Plane mitbringen und den Untergrund schützen.


2 Kunst ja – fremdes Eigentum nein: Die legale Graffitifläche befindet sich ausschließlich an der Miniramp am Sportkomplex Zwönitz. Andere Wände, Gebäude oder Einrichtungen sind keine zusätzlichen Leinwände. Wer Fahrbahnen, Gehwege, Verkehrsschilder oder andere nicht freigegebene Flächen besprüht, muss mit Straf- und Zivilverfahren rechnen. Besonders wichtig: Graffiti auf Verkehrseinrichtungen kann darüber hinaus einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr darstellen. Die einfache Faustregel lautet also: Ist die Fläche nicht freigegeben, bleibt die Dose zu.


3 Keine Hassbotschaften und bitte keine Fan-Tags: Die legale Fläche soll Raum für Kreativität bieten – nicht für Hass, Beleidigungen oder obszöne Darstellungen. Politische Äußerungen, Beleidigungen und obszöne Inhalte sind deshalb nicht erlaubt. Und auch wenn der eigene Lieblingsverein natürlich ganz großartig ist: Bitte keine Fan-Tags anbringen. Die Fläche soll möglichst vielen Menschen Raum für ihre eigene Kunst geben.


4 Dein Meisterwerk gehört dir – aber nicht für immer: Wer hier sprüht, sollte eines wissen: Graffiti auf einer legalen Fläche ist Kunst auf Zeit. Niemand kann erwarten, dass das eigene Werk dauerhaft erhalten bleibt. Das nächste Kunstwerk kann schon morgen darüber liegen. Oder anders gesagt: Kein Besitzanspruch auf die Wand – nur freie Bahn für neue Ideen.


5 Kreativität ausdrücklich erwünscht: Die legale Graffitifläche bietet Jugendlichen, Künstlerinnen und Künstlern sowie allen anderen Sprühbegeisterten die Möglichkeit, sich kreativ auszuprobieren, ohne dafür fremdes Eigentum zu beschädigen. Also: Dose schnappen, Plane einpacken, Fläche nutzen und Farbe sprechen lassen! Wichtig: Die Nutzung und das Sprayen erfolgen auf eigene Gefahr.


Text/Bild: Sina Bonitz für die Initiative JugendMitWirkung