Nach dem Rückblick auf einen wunderschönen Erntedank, möchten wir in dieser Ausgabe den Pferdetag in den Fokus stellen. Auch hier steht die Dankbarkeit im Zentrum. Dankbarkeit für die vielen Mitwirkenden, die fleißigen Helfer, den unfallfreien Umzug und natürlich auch für das Traumwetter, welches das Fest
begleitet hat. Seit Mitte der 1990er Jahre darf sich die Stadt pferdefreundliche Kommune in Sachsen nennen, und Pferdezucht, Reitsport und Fahrkunst gehören bis heute fest zum Alltag in der Stadt und ihren Ortsteilen. Dies wurde an diesem Sonntag, dem 27. September, wieder einmal den Zwönitzer Gästen in glanzvoller Weise präsentiert.

Tino Oestereich hebt seinen Hut zum Gruße. Neben ihm lächelt Theresa Martin den vielen Besuchern zu. Auf dem Wagen führen sie das Schild „Pferdetag“ mit, welches seit dem Gründungsjahr fester Bestandteil des Umzuges ist.
Maik Reichel hat gleich fünf Kaltblüter angespannt, um den Bierwagen der Freiberger Brauerei zu präsentieren.

Unzählige Gäste aus der Region säumten die Straßen der Innenstadt. Vom Stellplatz auf der Wiesenstraße bis zum Reitplatz drängten sich die Schaulustigen an den Straßenrändern, um den grandiosen Festumzug zu erleben. Zusammengestellt wurde er, wie schon viele Jahre zuvor, von Ingo Haase, dem Vorsitzenden des Obererzgebirgischen PZV Ehrenfriedersdorf e.V.
Allen voran gaben sich vier Beamtinnen der Polizeireiterstaffel mit ihren Dienstpferden in Zwönitz die Ehre. Das Einsatzspektrum umfasst unter anderem Versammlungslagen, Fußballeinsätze, Festumzüge, Festivals, aber auch Polizeireiterstreifen zur Unterstützung der Polizeireviere, sowie Öffentlichkeitsarbeit. Umso mehr freut es uns, dass Sie in Zwönitz präsent waren.
Durch den Festumzug führten Jürg Kunz vom Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen und die Kulturverantwortliche der Stadt Zwönitz, Antje Neef. Jürg Kunz ist selbst passionierter Züchter von Shetlandponys und Moderator vieler Pferdezuchtveranstaltungen.

Vorsitzender vom Verein für Pony- und Kleinpferde Zucht und Sport Röhrsdorf e.V. Jürg Kunz und Antje Neef, Mitarbei- terin der Kultur in der Stadtverwaltung Zwönitz, moderierten mit viel Freude den liebevoll gestalteten Umzug.

Seit 2015 begleitet er den Umzug zum Erzgebirgischen Pferdetag in Zwönitz. Mit viel Fachwissen (Jürg) brachten beide dem Publikum die einzelnen Bilder und Gespanne sowie Wissenswertes zu Rassen und Zucht näher. Im Umzug folgten stolze Reiter, festlich geschmückte Kutschen und fantasievoll gestaltete Themengespanne und Gespanne privater Brauereien. Rund 100 Pferde zogen in
33 Bildern durch die Stadt. Erstmals war auch ein Gespann mit dem Thema „Brauerei Zwönitz“ dabei. Der Festumzug führte von der Innenstadt weiter zum Reitplatz Kühnhaide, wo der Pferdetag mit einem Schauprogramm fortgesetzt wurde. Geplant und durchgeführt wurde dieses vom Obererzgebirgischen PZV
Ehrenfriedersdorf & dem Zwönitzer Pferdezucht- und Sportverein gemeinsam mit befreundeten Pferdesportvereinen der Region, unterstützt von regionalen Unternehmen.
Hinter einem solchen Programm steckt viel Arbeit: Ein fester Stamm bespricht im Vorfeld Themen und Möglichkeiten, Verantwortlichkeiten werden geklärt und Bildverantwortliche übernehmen die Umsetzung. Viele Hände, viele Köpfe und jede Menge Herzblut sind notwendig, damit am Ende alles reibungslos funktioniert. Eine von vielen Engagierten ist Mandy Günther, Vorsitzende des Zwönitzer Pferdezucht- und -sportvereins e.V. Sie kümmert sich um organisatorische Fragen und sorgt so für einen geordneten Ablauf des Tages.

In Kühnhaide reihten sich bis kurz vor 17 Uhr zwölf Programmpunkte aneinander. Schwerer Warmblüter zeigte sich in der Ein- und Zweispänner-Quadrille, später folgten Spring- und Dressurquadrille sowie das Hindernisfahren. Für Unterhaltung sorgten Nummern wie „Die Wilde 13“und der „Banküberfall“. Zwei Programmpunkte gehörten den Haflingern, die in Thüringen und Sachsen seit 70 Jahren gezüchtet werden. Eine robuste, aus den Südalpen stammende Pferderasse, die vor allem für ihre markante Fellfarbe und ihr ausgeglichenes Wesen bekannt ist.

Haflingerkoppeln zum Pferdetag anlässlich des Jubiläums 70 Jahre Haflingerzucht in Sachsen und Thüringen. 20 Haflinger aus verschiedenen Züchterställen des Erzgebirges mit Unterstützung befreundeter Haflingerzüchter aus dem Vogtland vereint.
Ein Höhepunkt auch in diesem Jahr wieder die Dressurquadrille mit Reitern und Reiterinnen in klassischer Aufmachung. Der Programmpunkt stand unter der Leitung von Kathleen Kahl.
Ute Eibisch aus Alberoda ist rasant unterwegs beim Hindernisfahren „Groß gegen Klein“
Dicht gedrängt verfolgten die Besucher auf den Rängen das Programm. Auch Maik Reichel war mit von der Partie: Er steuerte die dampfende Lokomotive Ema aus dem Schaubild „Die wilde 13“.
Niederzwönitzer Pferdefreund Armin Günther hat seinen Wagen mit den schweren Warmblütern zu einem Schiff umgebaut und segelt mit der „Wilden 13“, einer Bande voller gefährlicher Piraten, über den Reitplatz.
Die Thalheimer Pferdefreunde bereichern alljährlich den Erzgebirgischen Pferdetag mit einer Springdarbietung. (Foto: Tom Schulz)

Wer nicht nach Kühnhaide mitzog, kam auch in der Innenstadt auf seine Kosten, wie auch schon in der letzten Ausgabe des Zwönitzer Anzeigers berichtet. Am Roßhof und Alten Poststall lud der Reit- und Fahrverein Zwönitz mit einem Parcours rund ums Pferd und für Hobby Horses zum Mitmachen ein, am Goldenen Stern wartete das Ponyreiten auf die Kleinsten und im Gewerbehof gab es bei „Campus Tier“ Informationen rund ums Haustier.

So bleibt ein rundum gelungener Pferdetag in Erinnerung: Traumwetter, ein eindrucksvoller Festumzug, ein abwechslungsreiches Schauprogramm und viele engagierte Menschen machten den 33. Erzgebirgischen Pferdetag zu einem besonderen Erlebnis. Einmal mehr wurde deutlich, wie lebendig die Pferdetradition in Zwönitz bis heute ist.

(Bilder/Titelbild: Simone Bonitz)

„Campus Tier“ zog viele Besucher des Festwochenendes in den Gewerbehof

Unser Tag der offenen Tür war für uns ein rundum gelungener und schöner Tag. Wir hatten viele neugierige Besucher, die unser Team und unsere Praxisräume bei Führungen kennenlernen konnten. Außerdem gab es wieder einige Aussteller rund ums Thema Tier – die sich und/oder ihre Produkte vorstellen konnten. Unser persönliches Highlight war der Besuch von Frau Effenberger von „Stachel und Co.“ mit ihren kleinen Igeln. Sie hat Kindern und Erwachsenen viele spannende und wichtige Informationen rund um Igel, deren Überwinterung und den richtigen Umgang mit ihnen vermittelt. Besonders schön war natürlich, dass die Kinder die kleinen Igel sogar vorsichtig halten durften. Für zusätzliche Begeisterung sorgte unsere kleine Teddybärenklinik, in der die Kinder ihre Kuscheltiere selbst untersuchen konnten. Auch die Erwachsenen durften sich ausprobieren und an Übungspads das Nähen von OP-Nähten üben. Das Tierärzte-Team Erzgebirge Hübner, Brand & Freiburger GbR (Text/ Bilder) auf der Bahnhofstraße 43 bedankt sich für die Vielzahl der Besucher.