Jährlich am Freitag vor dem 4. Advent wird zur Mettenschicht des Bergmännischen Traditionsvereins Zwönitz mit einem bergmännischen Zeremoniell am „Platz des Bergmannes“ den verstorbenen Bergkameradinnen und -kameraden gedacht.

Foto: Klaus Jedlicka

Ein herzliches Glück Auf den Gästen zur Öffnung des heutigen Türchens des Zwönitzer Adventskalenders.


Das geöffnete Türchen zeigt heute den Gedenkstein „Ehre dem Bergmann“ an der Lößnitzer Straße in der Nähe des Huthauses Paucknerstolln.

Dieser Ehrenhain des Bergmannsgedenken, besteht aus 3 großen Steinen, wurde im Jahr 2003 eingeweiht. Der Initiator dieser Gedenkecke war Sigfried Woidtke, ein ehemaliger Bergmann aus Aue, der in Absprache mit dem damaligen Bürgermeister Uwe Schneider und dem Bergmännischen Traditionsverein Zwönitz diese Gedenkstätte der Stadt Zwönitz schenkte.

Der linke Stein zeigt das Relief eines Altbergmannes im Parade-Habit und die Widmung „Ehre dem Bergmann“. Der mittlere Stein beinhaltet eine Tafel  mit einem von Siegfried Woidtke verfassten Gedicht, rechts daneben eine original aus dem Wismut Bergbau stammende pressluftbetriebene Bohrmaschine zum Bohren der Sprengbohrlöcher. Schlägel und als Symbol für den Bergbau bilden den Mittelpunkt des rechten Steines. Darunter ist eine Lampennische mit Blende, in diese kann man ein Licht stellen und in seinen Gedanken verweilen. Der eingearbeitete Roteisenstein symbolisiert den Erzgang an sich, sei es denn Silber, Eisen oder ein anderes Erz.

Diese Gedenkstätte „Ehre dem Bergmann“ dient einer guten Sache. Sagt man nicht: „Alles kommt vom Bergbau her“? Nun, darüber kann man streiten, aber so ganz falsch ist das nicht. Wohl kein anderer Berufszweig hat die Geschichte der Menschheit so beeinflusst, so vorangetrieben wie der Bergbau. Seit Jahrhunderten gibt es ununterbrochen Bergbau und daraus folgend auch den Bergmann. Kaum eine Berufsgruppe war an der Arbeit so vielen Gefahren ausgesetzt, der Erzgebirger traditionelle Gruß „Glück Auf“ drückt es schon aus, man wünschte sich untereinander Glück auf deinem Wege und Glück, dass du wieder gesund ausfahren darfst. Darin liegt auch die tiefe Gläubigkeit der Bergleute begründet.

Am Wesen des Bergbaus hat sich bis heute auch nichts geändert, außer die Abbaumethoden, welche mit der Zeit immer mehr modernisiert worden. Ohne die geschürften Erze wie z.B. Kohle, Eisen, Kupfer, Silber oder Gold wäre das Leben für uns heute nicht vorstellbar. Der Bergbau brachte Sachsen Reichtum, Arbeit und Kultur, welche bis heute allgegenwärtig und spürbar sind.

Ich möchte nun abschließen mit einem Bergmännischen Vers:

„Fahr wohl mit Gott auf allen Wegen,
fahr ein in den Berg mit Gottes Segen,
fahr wieder heil zum Tag herauf,
mit frommem Gruß. Glück Auf, Glück Auf.“

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen Sigmar Weiß, Mitglied des Bergmännischen Traditionsverein Zwönitz und ehemaliger Steiger bei der Wismut.

Ein Dankeschön und ich verbleibe mit einem herzlichen Glück Auf!