wie jedes Jahr möchte ich nicht versäumen, auch an euch einen lieben Brief zu schreiben. Ich habe ja in Zwönitz in diesem Jahr wieder über 260 Wunschbriefe aus dem großen gelben Wunschbriefkasten auf dem Marktplatz genommen. Einige habe ich auch mit den Kindern schon dort gelesen. Es waren schöne Briefe und tolle Bilder dabei. Die meisten natürlich von den Zwönitzer Kindern. Aber auch viele von Kindern aus der näheren Umgebung, die ihre Wunschpost bei einem Besuch auf den Hutzentagen eingeworfen haben. So zum Beispiel aus: Stollberg, Pockau- Lengefeld, Lößnitz, Gelenau, Aue, Breitenbrunn, Oberlungwitz, Oelsnitz, Zwickau, Marienberg, Lauter-Bernsbach, Johanngeorgenstadt, Lugau und Thalheim. Aus der Schweiz kamen wohl die weitesten Briefe, die Kinder aus Küblis und Wändenswil haben mir geschrieben. Wunschpost aus ganz Sachsen ist in Zwönitz eingetroffen und auch aus vielen weiteren Bundesländern.

Sachsen: Dresden, Leipzig, Chemnitz, Grimma, Hartha, Pirna, Niederschindmaas, Freital, Neugersdorf, Wülknitz, Klipphausen Berlin und Hamburg Sachsen Anhalt: Lutherstadt Wittenberg Ausleben Baden Würthenberg: Leonberg Nordrhein Westfalen: Verl, Wenden, Olpe, Münster, Köln, Neukirchen-Vluyn Bayern: Nürnberg, Dorfen, Bruckmühl, Cadolzburg, Neudettelsau Thüringen: Erfurt
Mecklenburg Vorpommern: Güstrow, Parchim Rheinland Pfalz: Altendiez Niedersachsen: Burgwedel Jetzt stapeln sich die Wünsche überall in meiner Werkstatt. Unglaublich, was sich die Kinder alles erträumen! Freya wünscht sich eine neue Puppe mit lila Kleid und Emil ein Tretauto. Elias wünscht sich ein Abenteuerbuch und einen Metallbaukasten. Ja, mit solchen Wünschen kenne ich mich gut aus. Das kriegen wir hin. In meiner Wichtelwerkstatt werden alle Geschenke liebevoll verpackt und beschriftet. Bis unter die Decke stapeln sich die Päckchen dort und warten darauf, ausgetragen zu werden. Lotta und Nils wünschen sich einen Schlitten und viel Schnee zum Rodeln. Tja, dafür werde ich wohl mit Frau Holle telefonieren und sie bitten, für Zwönitz einige Schneetage einzuplanen. Mal seh`n, ob das klappt. Paul und Mia wünschen sich eine Eisenbahn. Da habe ich meinen Wichtel Pfiffikus losgeschickt, um diese zu besorgen. Dabei hat er in Zwönitz auf der Unteren Annaberger Straße eine Eisenbahn im Garten entdeckt. Verschiedene Züge drehen dort ihre Runden, sogar die Zwönitzer Kirche ist aufgebaut. Das fand er so toll, dass er erst zum Einbruch der Dunkelheit wieder in meiner Werkstatt angekommen ist. Ich habe mir schon Sorgen gemacht, wo er wohl steckt. Aber nun ist er ja da und wir sitzen gemeinsam im Schein der Kerzen und genießen unseren Waldbeertee. Schade, dass die Hutzentage schon wieder vorbei sind. In diesem Jahr waren sie besonders schön. Viele Zwönitzer Weihnachtsmänner sind mit mir auf den Ponykutschen zum Marktplatz gekommen, um die große Pyramide anzuschieben. Die Brünloser Wichtel waren auch dabei. Und viele kleine und große Kinder haben geholfen, mit einem kräftigen „Hau ruck“ die Pyramide in Gang zu bringen. Das war ganz prima von Euch! Ich hoffe, sie dreht nun artig ihre Runden bis zur Lichtmeß am 2. Februar. Sei so nett und schau ab und zu einmal nach, ob sie auch läuft. Ich wünsche allen Lesern des Zwönitzer Anzeigers, ein besinnliches und friedvolles Weihnachtsfest. Fröhliche Stunden im Kreise eurer Familie und Freunde. Gesundheit und Wohlergehen und natürlich hoffe ich, wir sehen uns im nächsten Jahr am 1. Advent zu den Zwönitz Hutzentagen wieder.

Dein Zwönitzer Weihnachtsmann