Die kleine Glocke, eine der vier neuen Glocken für die St. Johanniskirche in Niederzwönitz,  

die am 11.09.2022 geweiht wurden.

Foto: Nadine Voigt

Glück auf, ihr Lieben! Schön, dass ihr heute mit mir das Türchen am Zwönitzer Adventskalender öffnet.

Ihr seht auf dem Foto die neue große Glocke der Niederzwönitzer St. Johannis-Kirche. Diese Glocke wurde mit drei weiteren am 11. September geweiht und wird nach umfangreichen Arbeiten im Turm hoffentlich bald erklingen.

Auf dieser Seite der Glocke seht ihr die Taube mit dem Zweig und unten am Ring verschiedene Jahreszahlen. Sie erzählen Geschichte. Die Taube erinnert uns an das Ende der Sintflutgeschichte der Bibel mit der Arche Noah und dem wunderbaren Ereignis der Errettung. Der Maler Picasso hat viel später eine Friedenstaube gemalt. Frieden wünschen wir uns ganz sehr. In unseren Herzen, in unserer Welt, mit den Menschen, die mit uns zusammen leben.

Die Adventszeit ist eine Zeit der Vorfreude und Gewissheit. Wir erwarten die Ankunft von Jesus. Wir feiern seine Geburt und sein Leben. Gottes ganze Liebe soll durch Jesus in unsere Seelen kommen und uns Ruhe schenken. Er macht uns wach  zur Zuversicht, dass Frieden wird, wo Menschen sich auf IHN einlassen. Weihnachten wird darum ein Fest des Friedens genannt. Und doch war es bittere Zeit. Maria und Josef waren lange auf einem beschwerlichen Weg unterwegs nach Bethlehem. Sie bekamen keinen Platz in der Herberge. Das Kind kam in einem Stall zur Welt. Sie mussten mit dem Jesuskind vor dem König Herodes fliehen, der Jesus aus Eifersucht umbringen lassen wollte. Aber Gott war mit Maria und Josef und dem Jesuskind. Engel begleiteten ihren Weg. Menschen taten ihnen Gutes. Jesus wurde zum Retter aller Menschen.

Die große Glocke ist „Seine“ Glocke. Sie ruft aus der Dunkelheit zum Licht. Sie ist wie die Kerze im Advent, die unser Herz anrührt und erwärmt für das Wunder, das Gott geschehen lässt. Glocken der Weihnacht klingen deshalb für mich noch viel schöner als sie sonst schon klingen!

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht euch von ganzem Herzen

Friedemann Müller