Nach zwei Jahren konnte der Bergmännische Traditionsverein Zwönitz e.V. seine jährliche Mettenschicht in gewohnter Weise wieder im Vereinsgelände Huthaus “Pauckner Stolln” feiern. Dazu waren die befreundeten Bergbrüderschaften Hohenstein-Ernsthal, Geyer, Schlema, die Berggrabebrüderschaft Ehrenfriedersdorf und der Historische Erzbergbauverein Lößnitz bei uns zu Gast. Erstmalig war auch ein Vertreter des Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. mit anwesend. Die feierliche Andacht in diesem Jahr hielt Pater Raphael von der kath. Kirche St. Peter und Paul in Zwönitz. Mit einem kleinen Bergaufzug ging es vom Huthaus zum bergmännischen Gedenkstein an der Lößnitzer Straße. Mit der dazu notwendigen Bergmusik wurden wir wieder von den Zwönitzer Bergmusikanten, unter der Leitung von Rico Brossmann, begleitet. An der Bergmannsgedenkstätte wurde in einem kurzem Zeremoniell durch den Vereinsvorsitzenden Uwe Steinberg an die verstorbenen und verunglückten Bergleute in aller Welt erinnert, welche sich durch die Jahrhunderte in den Bergrevieren unserer erzgebirgischen Heimat mit Mut, kameradschaftlicher Verlässlichkeit und Gottvertrauen in die Tiefen wagten. Mit einem Gebet, gesprochen durch Pater Raphael, und dem Choral “Herr, der du meine Pfade lenkst”, gespielt durch unsere Bergbläser, wurden den Mettenschicht 2022 nicht mehr unter uns weilenden Bergleuten die gebührende Ehrung erbracht. Nach dem Rückmarsch und Aufstellung im Vereinsgelände führte uns, im zweiten Teil unserer Mettenschicht, unser Bergbruder Siegmar Weiß weiter durchs Programm. In einer kurzen Begrüßung und kurzen geschichtlichen Abriss über den eigentlichen Inhalt und die Bedeutung einer Mettenschicht brachte er die Freude zum Ausdruck, dass wir wieder nach zwei Jahren der Stille hier gemeinsam eine Mettenschicht feiern konnten. Der Höhepunkt des Abends waren die Andacht von Pater Raphael der kath. Kirche. Ein weiterer Höhepunkt war das Aufnahmeritual durch einen “Arsch – ledersprung” durch die zwei Neumitglieder Victor Rudolph und Christoph Schneider. Der Arschledersprung symbolisierte bei den Altvorderen den Übergang vom Knappen in den Bergmannsstand. Der Weg dazu war der Sprung übers Arschleder. Zum Ausklang des kleinen Festaktes wurde gemeinsam mit den anwesenden Gästen und Bergbrüderschaften das Steigerlied gesungen. Bei bestem Winterwetter und guter kulinarischer Betreuung außen im Vereinsgelände und auch innen im Huthaus kann man feststellen, dass es wieder ein rundum gelungener Abend war.

Text: Siegmar Weiß