Am 27. Juli, zum Welttag der Großeltern – ja, so etwas gibt es – kamen wir in diesem Jahr zu unserem Annenfest zusammen. Der Nachmittag begann mit einem Pilgerweg zum Zielort am Bad Guten Brunnen. Da diese Veranstaltung in diesem Jahr im Sonntagskalender der Kulturkirche 2025 beworben wurde und pilgern ja allerorts sehr im Trend liegt, holten wir uns professionelle Begleitung. Norbert Kampf aus Schmölln ist ausgebildeter Pilgerbegleiter und gab zum Anfang und unterwegs wertvolle Impulse mit auf den Weg. So konnte sich die Pilgergruppe schon einmal thematisch auf die Andacht einstimmen. Den Großteil der zahlreich Angereisten bildete in der Tat die Generation der Großeltern. Auf der Heiligen Anna, der Großmutter Jesu, lag deshalb auch der Fokus der Predigt in der Andacht am Nachmittag. Pfarrer Gregor Giele aus Zwickau brachte uns eine Darstellung der Heiligen Anna als „selbst die dritte (Anna Selbdritt)“ nahe, in der diese auf ihrem linken Arm ihre Tochter Maria trägt, welche wiederum auf ihrem linken Arm ihren Sohn Jesus trägt. So wird der Glaube in der Familie weitergegeben. Die rechte Hand bliebe frei für die Weitergabe des Glaubens an andere. So sind auch wir eingeladen, beide Seiten der Glaubensweitergabe zu nutzen. Am Anschluss der Andacht konnten sich alle Großeltern persönlich segnen lassen. Traditionell gab es danach wieder die Möglichkeit, bei einem reich gedeckten Kuchenbuffet, ins Gespräch zu kommen, sich zu begegnen oder einfach die Stimmung an diesem besonderen Ort zu genießen. Und so können wir DANKE sagen: für alle, die geholfen haben, dass dieser Tag besonders schön geworden ist: für Musik und Gesang, für alle helfenden Hände, für die gute Gemeinschaft, die geistliche Begleitung und für das gute Wetter (Es begann erst zu regnen als auch die letzten Pilger wieder zu Hause waren). Danke HERR! So können wir gestärkt wieder in den Alltag gehen mit der Gewissheit, dass Großeltern wichtig sind. Mit ihrer Erfahrung und Lebensweisheit können und sollen sie etwas weitergeben was wertvoll ist für alle nachfolgenden Generationen. Dafür braucht es immer wieder den Segen und die Kraft unseres Gottes. Das wurde uns an diesem Welttag der Großeltern besonders bewusst – was für ein schönes Fest.

Text/Bild: Susanne Ginzel