
270 Familien haben sich auf die Aktion des Regionalmanagements Erzgebirge (WFE) beworben, um einmal hautnah das „Leben auf dem Land“ zu testen. Die Stadt Zwönitz hatte sich dabei angeboten, als Gastgeber zu fungieren und den Zuschlag erhalten.
Am 1. August reisten dann die Gewinner Katharina, Philipp und Tochter Romy aus Berlin mitten im Trubel der SommerOldies an. Im Zentrum auf der Annaberger Straße bezogen sie für knapp vier Wochen die Ferienwohnung der Familie Etzold und begannen ihr „Probeleben“ hier bei uns in Zwönitz. Das Projekt sorgte deutschlandweit für Aufmerksamkeit und wurde medial von Funk und Fernsehen begleitet. Ziel der Aktion durch die WFE war es, Großstädtern das Leben im Erzgebirge auf Zeit zu ermöglichen und dabei ein modernes, lebenswertes Bild der Region zu vermitteln. Katharina und Philipp arbeiten beide in Vollzeit und konnten durch die Coworking-Angebote im Buntspeicher normal ihrem Beruf nachgehen. Ihr ein Jahr altes Töchterlein wurde von der Tagesmutti Heike Wieland liebevoll betreut. Somit waren zumindest die Rahmenbedingungen der Familie optimal, sodass sie sich neben Arbeit und Alltag auch den Aufgaben durch die WFE stellen konnten. Denn das war natürlich Bedingung, dass sie das Erzgebirge erkunden und dabei medial begleitet werden. Und tatsächlich wurden in diesem Monat die Inhalte zum ERZperiment etwa bei Instagram über 1,2 Millionen Mal aufgerufen. Dreieinhalb „ERZperiment“-Wochen Zeit hatte also das Team des Regionalmanagementsum Daniel Schalling, Sabine Schulze-Schwarz, Miriam Weber und Benjamin Brunner, um dieser jungen Berliner Familie mit dem Erzgebirge zu beeindrucken. Bisher war diese Region für die Familie völliges Neuland. Umso größer war ihre Überraschung über die Schönheit der Landschaft, die sie besonders faszinierte. „So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Man ist hier blitzschnell mitten im Grünen“, bemerkte Katharina. Auch die Herzlichkeit der Menschen fiel ihnen positiv auf. Die traditionelle Begrüßung „Glück auf“ wirkte für sie keineswegs aufgesetzt – ganz anders als bei ihrer Challenge in Berlin, wo sie gezielt Personen suchen mussten, die diesen Gruß überhaupt erwiderten. Eine Umstellung war für beide jedoch spürbar: „Hier ist man definitiv nicht so anonym wie in Berlin.“Auf dem abwechslungsreichen Reiseplan der kleinen Familie standen Höhepunkte wie Oberwiesenthal, Seiffen, eine Fahrt mit der Schmalspurbahn, ein Ausflug zum Greifenbachstauweiher sowie typisch erzgebirgisches Kochen und Pilzesammeln. Als besonderes Extra durfte die Familie sogar ein Industriepraktikum beim führenden Unternehmen für Steuerungstechnik von Solar-Großanlagen Gantner Instruments Environment Solutions GmbH absolvieren. Beim Abschied während des stimmungsvollen Hutzenabends bei ERZBERGER Holzkunst in Zwönitz bedankte sich das Team der WFE bei allen Beteiligten, die sich mit Herzblut in dieses Projekt eingebracht hatten. Insbesondere sprach Projektleiter Daniel Schalling den Zwönitzern seine Anerkennung aus, die vieles möglich gemacht haben, damit sich die Familie wohl fühlt. An diesem Abend resümierte auch Bürgermeister Wolfgang Triebert: „Wir sahen das ERZperiment als Chance, Zwönitz als lebenswerte Stadt mit Herz und Perspektive zu präsentieren. Die Resonanz der Bürgerinnen und Bürger war überwältigend – unsere Gäste wurden mit offenen Armen empfangen.“
