Auf Einladung der tschechischen Stadt Bilina nahm eine Zwönitzer Delegation am 6. September am dort stattfindenden Bergmannstag teil. Die bei Most im Nordböhmischen Becken gelegene, malerische Kleinstadt ist mit ihren 14.000 Einwohnern vom naheliegenden Braunkohletagebau mit gigantischem Kohlekraftwerk geprägt. Nach EU-Vorgaben soll bis 2035 die Braunkohleverstromung eingestellt werden, was die gesamte Region vor enorme Herausforderungen stellt. Die Stadtverwaltung versucht, die notwendige Transformation mit Hilfe der Digitalisierung zu bewältigen. Da Zwönitz mit dem Smart-Cities-Projekt eine ähnliche Strategie verfolgt, beschlossen beide Stadträte eine diesbezügliche Zusammenarbeit.

Blick vom Rathausturm über den Marktplatz

Der Bergmannstag ist mit großem Volksfest, Rummel und Musikprogramm auf drei Bühnen einer der Jahreshöhepunkte in Bilina. Henry Seidel und Uwe Hennig vom bergmännischen Traditionsverein Zwönitz knüpften Bekanntschaften mit dem dortigen Bergbauverein. Leider war lediglich die CDU-Stadtratsfraktion dem Aufruf des Zwönitzer Bürgermeisters zu einem Besuch gefolgt. Der Faktionsvorsitzende Stephan Wappler war genauso wie die Zwönitzer Bergbrüder von der Gastfreundschaft, der unerwartet schönen Landschaft, der historischen Innenstadt und dem Ideenreichtum der dortigen „Macher“ begeistert. Bilina ist auf jeden Fall eine Reise Wert und nicht einmal 90 Minuten Autofahrt entfernt. Vielleicht reifen ja demnächst einige Ideen zu tollen Kooperationsprojekten heran.

Die Zwönitzer Delegation mit 1. Bürgermeisterin Zuzana Schwarz-Bařtipánová (von rechts), 2. Bürgermeisterin Marcela Dvořáková und Dolmetscherin Magda Závodská im Festsaal des prachtvollen Jugendstil-Rathauses