
Seit einigen Wochen verfügt die Freiwillige Feuerwehr Günsdorf über ein neues Einsatzfahrzeug: einen Schlauchwagen 2000 mit Trupp-Besatzung (kurz SW 2000-Tr) auf Basis eines Daimler-Benz Unimog U 1550 L/45. Das Fahrzeug, Baujahr 1992, wurde ursprünglich vom Bund für den Katastrophenschutz beschafft und seinerzeit im Erzgebirgskreis stationiert. Viele Jahre diente es bei der Feuerwehr im benachbarten Stollberg, bis es dort durch eine kommunale Neubeschaffung abgelöst wurde. Anschließend übernahm die Stadt Zwönitz das Fahrzeug und kaufte es aus dem Katastrophenschutzbestand.
Nun hat die Feuerwehr Günsdorf den Schlauchwagen in Dienst gestellt. Damit übernimmt sie vorübergehend die Aufgabe im Katastrophenschutzlöschzug „Wasserversorgung“. Diese Funktion verbleibt in Günsdorf, bis ein neu beschaffter Schlauchwagen des Bundes an den Erzgebirgskreis übergeben wird. Im Anschluss geht der Unimog vollständig an die Stadt Zwönitz über.
Der Aufgabenbereich eines Schlauchwagens liegt vor allem in der Wasserförderung über lange Wegstrecken – ein unverzichtbarer Bestandteil insbesondere bei Bränden, wenn Löschwasser aus weiter entfernten Hydranten oder offenen Gewässern herangeführt werden muss. Ebenfalls ersetzt wurden damit die aus DDR-Zeiten stammenden Schlauchtransportanhänger, die bei den Feuerwehren in den Zwönitzer Ortsteilen Dorfchemnitz, Günsdorf und Hormersdorf stationiert waren.
Das Fahrzeug führt 2.000 Meter B-Druckschlauch mit: 1.800 Meter sind im Heck in Buchten verlastet und können während der Fahrt direkt ausgelegt werden, 200 Meter befinden sich auf Rollschläuchen in den seitlichen Geräteräumen. Ergänzt wird die Ausstattung durch zahlreiche Armaturen zur Wasserförderung sowie eine tragbare Feuerlöschkreiselpumpe (PFPN), die flexibel am Einsatzort eingesetzt werden kann.
Mit der Übernahme dieses Schlauchwagens gewinnt die Stadt Zwönitz ein wichtiges Einsatzmittel hinzu, das vor allem im eigenen Gemeindegebiet große Bedeutung hat. Durch die Möglichkeit, Löschwasser über weite Strecken zu fördern, kann die Feuerwehr Günsdorf künftig auch abgelegene Ortsteile oder schwer zugängliche Einsatzstellen zuverlässig versorgen. Gerade in einer Gemeinde wie Zwönitz ist dies ein entscheidender Vorteil, da nicht überall Hydranten oder ausreichend Löschwasser vorhanden sind. Damit stärkt die Stadt Zwönitz gezielt die Sicherheit ihrer Bürgerinnen und Bürger und stellt sicher, dass die Freiwilligen Feuerwehren auch in Zukunft schlagkräftig aufgestellt sind.
