Frostig kalt und glitzernd schön waren die letzten Tage in der Papiermühle Niederzwönitz. Die Eisblumen am Fenster wuchsen prächtig, während in der Papiermacherwerkstatt „Sternstunden“ wie im Sternschnuppenflug vergingen: selbstgeschöpftes Büttenpapier verwandelte sich in kleine Sterne für den Weihnachtsbaum oder in Gruß- und Glückwunschkarten zum Fest. Bis Ende Dezember wird „abgeschöpft“. Dann folgt die Winterruhe, eh zum Ostersonntag mit Osterwasser wieder „angeschöpft“ wird. Wer also im alten Jahr noch schöpferisch tätig sein will, sollte sich schnell für einen der Kurse im „Winter in der Wassermühle“ anmelden:
https://www.zwoenitz.de/fileadmin/user_upload/Stadtleben/Museen/ 2025_02_06_Flyer_Buntes_aus_der_Buette_2025_web.pdf
Der Kurs lässt sich bestens kombinieren mit dem Besuch der neuen Sonderausstellung: „Adventskalender – gezählte Tage in Bild und Schokolade“. Die 24 ausgewählten Kalender aus rund hundert Jahren zeigen, wie sich Formen und Motive der beliebten Begleiter durch die Adventszeit verändert haben, doch eines geblieben ist: die tägliche Spannung und Überraschung beim Blick hinter die Türchen. Ein kniffeliges Kreuzworträtsel animiert zum Entdecken und Grübeln und wartet beim richtigen Lösungswort mit einer kleinen Belohnung auf.
Beim Aufbauen der Sonderschau kam die Kreativmühle richtig in Schwung und die Idee auf, einen eigenen Papiermühlen-Adventskalen- der für nächstes Jahr herauszugeben. Und hierbei seid IHR gefragt! Denn hinter jedem Türchen soll sich ein kleines Kunstwerk verbergen, das IHR in der Ausstellung oder zuhause gemalt habt.
Bis 1. Februar nehmen wir die Kunstwerke für den ersten Papiermühlen-Adventskalender im Museum entgegen und wählen dann 24 Sieger aus, die natürlich ein Exemplar des limitierten Kalenders erhalten. Dafür müsst IHR bitte den Namen und Kontakt auf dem Bild hinterlassen. Eine Altersgrenze oder Themenvorgabe gibt es nicht. Wir freuen uns auf EURE kreativen Einsendungen! Also an die Stifte, fertig, los!
Inspiration könnt IHR euch natürlich in der Papiermühle holen. Neben den Adventskalendern sind auch Weihnachtspostkarten zu sehen. Die beliebte Postkarten-Schau aus Eckhard Stölzels Sammlung geht in die Verlängerung: Unter dem augenzwinkernden Titel „Winter kalt, Braten fett – Glückwunschkarten zu Weihnachten und Neujahr“ zeigen historische Karten, wie Menschen einander seit Generationen festliche Wünsche senden. Zwischen humorvollen Sprüchen, winterlichen Landschaften und einer Versammlung von strengen bis lustigen Weihnachtsmännern entsteht ein vielstimmiges Bild vergangener bis gegenwärtiger Festzeiten.
Wer die Ausstellungen besucht, sollte unbedingt die Bommelmütze aufsetzen und eine Thermoskanne mit heißem Tee einpacken – rund um die Papiermühle zeigt sich der Winter oft kalt, aber zugleich romantisch schön. So wird der Rundgang durch die historischen Mauern nicht nur zu einem Blick in die Kulturgeschichte von Advent und Weihnachten, sondern auch zu einem stimmungsvollen Ausflug in die erzgebirgische Winterlandschaft.
