Ein Wahnsinnsstart! Bis zum Freitagabend waren für unsere erste Tour 49 Wanderbegeistere angemeldet, trotz nochmal Schnee und nicht ganz so optimaler Wetteraussichten. Mit 45 Leuten starteten wir in Waschleithe am Tierpark über die Hinterdorfer Straße, vorbei an der kleinen Kapelle in Richtung Schwarzenberg. Im Hotel „Fürstenbrunn“ warteten noch zwei Gäste auf uns. Nun ging es über nicht ganz einfache Wiesenwege hinüber zum alten Mönchssteig, und von da an bergauf zum wunderschön instand gesetzten Huthaus vom ehemaligen Stollen „Gottes Geschick“. Die Wege waren zum Teil recht eisig und es war gut, dass viele der Wanderer meine Empfehlung angenommen und Stöcke dabeihatten. Auf der Höhe angekommen, begrüßte uns eine kalte aber wunderbar sonnige Winterlandschaft. Eine Pause, um die Eindrücke wirken zu lassen, war genau richtig. Der weitere Weg führte uns hinunter nach Wildenau, einem Ortsteil von Schwarzenberg. Nun hieß es bissl kreuz und quer durch den Ort, hinüber zum Schloss zu gelangen.

Am Fuß des Schlossberges erwartete uns ein kleines Treppentraining, um hinauf in die Altstadt und das Schloss zu steigen. Eine Pause im Schlosshof war angesagt, bevor uns der Museumsleiter Herr Steffen Schoele einen kurzen Überblick über Geschichte und Menschen, die mit dem Schloss zu tun haben, gab. Dann hatten wir die Möglichkeit, uns individuell im Perla Castrum umzusehen, jeder seine Lieblingsstücke zu entdecken und zu staunen, was Menschenhand alles erschaffen kann. Nach diesem historischen Spaziergang nutzten wir noch die Gelegenheit, die nur ein paar 100 Meter entfernte Skulptur des Purple Path, die den 42 Tagen der Freien Republik Schwarzenberg gewidmet wurde, anzusehen. Die Meinung darüber fiel sehr differenziert aus. Und nun wurde es spannend, lagen doch 300, der insgesamt 460 Höhenmeter noch vor uns – und ja, wir haben alle geschnauft, als wir endlich oben auf dem Schlossberg standen und hinüber nach Beierfeld und zum Spiegelwald schauen konnten. Das war der heftigste Teil der Tour. Nun ging es im sanfteren Anstieg bis hinauf nach Grünhain, Waschleithner Straße. Dann war es wirklich mit Anstiegen geschafft, eine kleine Pause konnte eingelegt werden und danach ging es durch den Wald hinunter zum Ausgangspunkt. In diesem Rahmen möchte ich mich recht herzlich für den lehrreichen Empfang im Schloss bedanken und vor allem bei meiner Wanderführerfreundin Madeleine. Ohne sie hätten wir nicht mit so vielen Wanderern starten können. Nun noch ein kleiner Hinweis auf unsere nächste Zwönitzer Tour am 28. März über ca. 27 km zum Scheibenberg.

Glück Auf

Eure Wanderführerin Kerstin Meinhold