
von Falk Drechsel, Sehmatal-Cranzahl, Teil 4
Titelbild: Mädchenturnriege der Sportvereinigung Hormersdorf, vermutlich am 1. Mai 1924 oder 1925, stehend v.li.: Kamilla Weißbach verh. Drechsel *1903, unbekannt, Ella Herold verh. Kammerl *1906, Ella Haase verh. Keller *1901, Vorturner Oskar Drechsel *1892, zwei unbekannte Mädchen, Martha Dauth, verh. Weisbach *1910, Ella Irmschler *1905 Mitte v.li.: Irma Vorberg verh. Vogel *1907, vorn Ella Emmrich verh. Thierfelder *1908, unbekannt, Marie Pfüller verh. Seidel *1909, Elsa Bretschneider verh. Fischer *1910, Paula Voitel verh. Schlott *1906, vorn liegend li. Klara Drechsel verh. Barth *1905, re. Louise Fleischer verh. Viehweger *1909 (im Hintergrund das alte „Ginthe-Kalle-Haus“, das Voitel-Haus und die „Paulus-Gödel-Scheune“)
Vom „Arbeiterturnverein Frisch-Frei“ zur „Sportvereinigung Hormersdorf e.V“
Am 11. März 1922 vereinigten sich der „Arbeiterturnverein Frisch-Frei“ und der „Arbeitergesangverein Frohe Sänger“ im Gasthof Löwen zur „Sportvereinigung e.V.“. Warum zwei Sparten wie Turner und Sänger, die in ihrem Wesen so unterschiedlich sind, zusammengelegt wurden, ist unklar – möglicherweise wegen sinkender Mitgliederzahlen oder im Zuge der sogenannten „Reinlichen Scheidung“ 1923/24, bei der Turner und Sportler organisatorisch getrennt wurden.
So entschied sich die Sportvereinigung Hormersdorf e.V. auf den Roten Ochsen auszuweichen. Mit viel Mühe wurde die Ochsenwiese im Wald (Flurstück Nr. 826) zu einem Sportplatz hergerichtet. Man bedenke: Die Fabrikarbeiter arbeiteten damals mindestens neun Stunden täglich, und danach folgte noch ein halbstündiger Fußmarsch zur Ochsenwiese. An Tribünen, Tore oder gar ein Dach über dem Kopf, war in dieser Anfangszeit um 1924 nicht zu denken.
Fortsetzung folgt
