Titelbild: Bänke, die im Ehrenamt entstanden sind und nicht nur von vielen Menschen (wie hier im Bild) gewertschätzt werden, sind ebenfalls Opfer von Vandalismus geworden.

Was ist hier los?

Im vergangenen Jahr hatten viele fleißige Helfer dafür gesorgt, dass im Stampfenhof und am Pavillon hinter der Knochenstampfe neue Sitzgarnituren aufgestellt werden konnten. Das war eine unglaubliche Leistung, fleißige Handwerker, Spenden von ortsansässigen Firmen und Privatleuten sorgten für den Erfolg der Aktion. Nun mussten wir feststellen, dass diese Arbeit von so manch einem Mitbürger nicht geschätzt wird! Ausgerechnet ein Hakenkreuz „ziert“ einen der Tische im Pavillon. Diese Zeichen, im Übrigen laut Gesetz verboten, stehen für zwölf dunkle Jahre in der Deutschen Geschichte. Unter dem Hakenkreuz wurden Andersdenkende verfolgt, Menschen in Lager gesteckt, der Zweite Weltkrieg begonnen, der über 50 Millionen Tote brachte. Darunter sechs Millionen Juden, die völlig grundlos ihrer Rechte beraubt und ermordet worden sind. Das ist auch unsere Geschichte, nicht weil wir schuldig sind, sondern eine Verantwortung tragen, dass so etwas nicht mehr passiert. Wer nun meint, das ist nicht so schlimm, abgesehen von der Respektlosigkeit, welche hier gegenüber all den Helfern zum Ausdruck gebracht worden ist, ein Nazisymbol ist der absolute Gipfel. Liebe Mitbürger, seid aufmerksam, ob nun ein Hakenkreuz oder „nur“ eine andere Kritzelei, es ist auch unser Eigentum, was diese Schmierfinken beschädigen.

Text/Bild: Claus Uhlmann, Ortsvorsteher Dorfchemnitz

 

Doch nicht nur in Dorfchemnitz haben sich Menschen strafbar gemacht

Warum? Das fragen sich nicht nur Eigentümer und Zwönitzer, sondern auch Gäste und Touristen unserer sonst so attraktiven Bergstadt.

Innerhalb von zwei bis drei Wochen ist im gesamten Stadtgebiet Zwönitz ein deutlicher Anstieg von Vandalismus, Beschmierungen und Vermüllung zu verzeichnen. Besonders betroffen sind mehrere öffentliche Spielplätze, aber auch zahlreiche weitere Anlagen und Aufenthaltsbereiche. Die Spielplätze unserer Stadt sind wichtige Orte für Familien und dienen der sicheren Freizeitgestaltung unserer Kinder – ihr Schutz hat daher höchste Priorität. Umso besorgniserregender sind die zunehmenden Schmierereien u.a. mit Hakenkreuzen, mutwilligen Beschädigungen und das wiederholte Hinterlassen von Müll. Besonders gefährlich ist das Auffinden von Glasscherben im Sandbereich, die ein erhebliches Verletzungsrisiko darstellen. Darüber hinaus wurden am Radweg im Bereich des „Aussichtsfensters“ weitere Flächen beschmiert. Im Austelpark waren Bänke, Pavillons und Steindenkmäler betroffen, an der Rathausstraße wurde die Scheibe des Buswartehäuschens verunstaltet, an der Schwimmhalle wurden Wände beschmiert, auf der Kirchstraße wurde der Spielplatz besprüht und auch in der öffentlichen Männertoilette fanden sich neue Beschmierungen. Viele Eigentümer und engagierte Bürgerinnen und Bürger haben in den vergangenen Jahren mit großem persönlichem Einsatz, Zeit und erheblichem finanziellen Aufwand dazu beigetragen, unsere öffentlichen Anlagen, Spielplätze und Aufenthaltsbereiche aufzuwerten. Sie tun dies, um der Allgemeinheit etwas Gutes zu ermöglichen und Zwönitz für Familien, Gäste und Touristen attraktiv zu gestalten. Umso bedauerlicher ist es, dass dieser Vandalismus nicht nur Sachschäden verursacht, sondern auch hohe Kosten nach sich zieht – Geld, das an anderer Stelle dringend für positive Projekte und sinnvolle Investitionen gebraucht wird. Durch die wiederholten Beschmutzungen und Beschädigungen fühlen sich nicht nur viele der Zwönitzer unwohl, sondern auch Besucher unserer Stadt. Gerade Gäste und Touristen reagieren zunehmend verärgert, wenn sie an zentralen Orten auf Schmierereien, Müll oder zerstörte Einrichtungen stoßen. Solche Eindrücke schaden dem Ansehen unserer Stadt und mindern die Aufenthaltsqualität für alle. Die Stadt Zwönitz wird sämtliche Vorfälle konsequent zur Anzeige bringen und bittet die Bevölkerung um Unterstützung: Melden Sie Hinweise zu Beobachtungen oder möglichen Tätern der Stadtverwaltung oder direkt der Polizei. Nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass unsere öffentlichen Plätze sauber, sicher und einladend bleiben.

Die Stadt Zwönitz weist darauf hin, dass alle festgestellten Fälle von Vandalismus konsequent zur Anzeige gebracht werden.