
Im Frühjahr 2026 nahmen fünf Schülerinnen und Schüler der Katharina-Peters-Schule an einem spannenden Schüleraustausch im ungarischen Magyarpolány teil. Gemeinsam mit ihren Betreuern erlebten sie abwechslungsreiche Tage voller neuer Eindrücke, Freundschaften und kultureller Begegnungen.
1. Tag – Anreise und erstes Kennenlernen – Nach einer langen, aber angenehmen
Fahrt erreichten wir gegen 15:30 Uhr Magyarpolány. Dort wurden die Schülerinnen und Schüler herzlich von ihren Gastfamilien empfangen. Die Freude und Aufregung waren bei allen groß, denn nun begann das gemeinsame Abenteuer. Im Anschluss trafen sich die deutschen und ungarischen Kinder bei einer Gastfamilie zu einem geselligen Nachmittag. Bei Spielen, Gesprächen und gemeinsamen Aktivitäten konnten sich alle besser kennenlernen und erste Freundschaften schließen. Am Abend wurden die Betreuer vom Altbürgermeister des Ortes empfangen. In angenehmer Atmosphäre fanden interessante Gespräche über Schule, Bildung und die Entwicklung der Kinder in beiden
Ländern statt.
2. Tag – Unterricht und Porzellanmanufaktur Herend – Am Dienstag
nahmen die Schülerinnen und Schüler aus Zwönitz am Unterricht der ungarischen Schule teil. Besonders spannend waren die Experimente im Chemieunterricht. Außerdem besuchten sie den Mathematik-, Deutsch- und Englischunterricht und erhielten so einen guten Einblick in den Schulalltag ihrer Austauschpartner.
Am Nachmittag stand ein Ausflug zur berühmten Porzellanmanufaktur Herend auf dem Programm. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler erleben, wie das weltbekannte, kunstvolle Porzellan hergestellt wird. Die feinen Handarbeiten und kunstvollen Bemalungen beeindruckten alle sehr.
Der Tag endete gemütlich mit einem gemeinsamen Pizzaabend zusammen
mit den Gastfamilien im Ort.
3. Tag – Geschichte und Ritterspiele – Der dritte Tag begann mit einem
Ortsrundgang durch Magyarpolány. Besichtigt wurden die Kirche, der
Kalvarienberg sowie das Dorfmuseum. Der Mathematiklehrer Herr
Mayer erzählte dabei viele interessante Geschichten über die Vergangenheit
und die heutige Entwicklung des Dorfes. Anschließend fuhren wir nach Sümeg und besichtigten die beeindruckende Burg. Besonders spannend war die Führung zu den Kunstwerken in den Kirchen des Ortes. Ein echtes Highlight waren danach die Ritterspiele in der Arena. Die spektakulären Kämpfe, Reitervorführungen und Darstellungen aus der ungarischen Geschichte begeisterten alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen.
4. Tag – Kreativität, Sprache und Gemeinschaft – Am Donnerstag präsentierten
die Kinder der Schulen aus Magyarpolány im Kulturhaus der Gemeinde ihre Deutschkenntnisse. Sie trugen deutsche Gedichte vor, spielten Musikstücke auf dem Schifferklavier und führten das Theaterstück „Die Bremer Stadtmusikanten“ auf. Die Darbietungen wurden mit großem Applaus belohnt. Im Anschluss arbeiteten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam in verschiedenen Gruppen. Besonders kreativ war die Aufgabe „Die Hand“: Dabei malten die Kinder ihre Hand auf Papier und schrieben Informationen über sich in die einzelnen Finger,
ohne ihren Namen zu nennen. Die anderen mussten anschließend erraten,
wem die Hand gehört. Für viele Lacher sorgte außerdem das gegenseitige
Aufsagen von Zungenbrechern in deutscher und ungarischer Sprache. Nach dem Mittagessen im Tó Vendéglő blieb noch Zeit, kleine Geschenke in Ajka für die Familien zu kaufen. Am Nachmittag lernten die Kinder im Kreativunterricht die Technik des Filzens kennen. Jeder durfte seinen eigenen Schlüsselanhänger gestalten und als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Sportlich wurde es anschließend auf dem Sportplatz beim Spiel zwischen der Mannschaft aus Magyarpolány und dem Team aus Balatonfüred. Der ereignisreiche Tag endete mit einem festlichen gemeinsamen Gulaschsuppenessen. Zum Abschluss
präsentierten die Schülerinnen und Schüler noch einen selbst gestalteten
Kurzfilm über die vergangenen Tage des Austauschs.
5. Tag – Abschied und Heimreise – Am Freitagmorgen wurden die Schülerinnen
und Schüler aus Zwönitz um 7:30 Uhr herzlich verabschiedet. Nach vielen Umarmungen und emotionalen Abschiedsmomenten begann die lange Heimreise nach Deutschland. Gegen 16:15 Uhr erreichten alle wohlbehalten wieder Zwönitz. Die fünf Tage in Ungarn werden allen Beteiligten noch lange in schöner Erinnerung bleiben. Der Schüleraustausch hat nicht nur neue Freundschaften entstehen lassen, sondern auch das Verständnis für andere Kulturen und Lebensweisen gestärkt. Auch im nächsten Jahr wird ein Schüleraustausch geplant. Sieben Schüler dürfen sich, wenn der Plan umgesetzt werden kann, auf Ungarn freuen und Zwönitz darf sieben Schüler aus Ungarn begrüßen.
Text/Bilder: Stefan Tolonics
