In der Ausgabe des Zwönitzer Anzeigers vom 30. April 2026 wurde die Vergabe der Bauleistungen für Los 1 und 2 der Radwegbrücke neben der historischen
Fuchsbrunnbrücke bekanntgegeben. Allerdings wurde auch vermerkt,
dass eine Rüge im Vergabeverfahren noch in Klärung sei. Tatsächlich hat dieser Einspruch den Baustart wesentlich verzögert, denn im Ergebnis der juristischen Prüfung mussten alle vier Angebote der am Los 1 (Baustelleneinrichtung, Tiefbau) beteiligten Firmen ausgeschlossen werden. Daher kam es zu einer Neuausschreibung dieses Loses. Den Zuschlag erhielt nun endgültig die Gerlach Haus GmbH & Co. KG aus Dorfchemnitz, welche dies bereits mit einem Werbeplakat an der Baustelle kundtut. Die Bauverwaltung war sehr froh, dass die Firma Stahlund Maschinenbau Graf GmbH aus Weinböhla, die zum Brückenbau (Los 2) in der Aprilsitzung des Stadtrates als wirtschaftlichster Bieter ausgewählt
wurde, die Bindung an das damals abgegebene Angebot zeitlich mehrfach verlängert hat. Mit der Klärung des Loses 1 steht nun fest, dass die beiden Angebote in Summe im zur Verfügung stehenden Kostenrahmen liegen und so
konnte endlich auch das Los 2 beauftragt werden. Seit dem 12. Juni hört man im Gelände an der Fuchsbrunnbrücke nun Sägearbeiten, die zu den notwendigen
Baumfällarbeiten gehören. Diese sollen den Weg freimachen, um den Lückenschluss im Fuchsbrunntal mit den dafür notwendigen Baumaßnahmen nun endlich zu schließen.
Die Tatsache, dass auch zur wiederholten Ausschreibung eine weitere Rüge
einging, offenbart die Härte des Wettbewerbs um die wenigen noch zu vergebenden öffentlichen Aufträge. Die Folge ist eine immer größer werdende
Bürokratie, welche von den Verwaltungen kaum mehr zu stemmen ist.