
Im Rahmen der Sonderausstellung „Ein offenes Blatt – vom Reiz der Spielkarten“ fand im Technischen Museum Papiermühle Nieder zwönitz der 1. Preisskat am 09.06.2026 statt. Gespielt wurden 2 Serien mit je 36 Spielen.
Auf dem Trockenboden der Papiermühle trafen sich 20 Skater zu dem reizenden Spiel an fünf Tischen. 19 Herren und eine Dame gingen an den Start. Kaum waren die Grußworte gesprochen, wurde auch schon gereizt und gestochen. Zwischen hunderte Jahre alten Büttenpapieren und weiteren Ausstellungsstücken der Papiermühlengeschichte fand das Spiel in der besonderen Atmosphäre des Museums statt. Bier und Speckfettbemm stärkten die Nerven der hoch konzentrierten Spieler. Vor dem Hintergrund des stetigen Rauschens und Ratterns des Wasserrades waren hin und wieder Sprüche wie „Ramsch gibt’s net“, „Passen, hab de Schnauze voll mit euch“ und „Schluss mit dem Gelaber“ zu vernehmen. Bis 22 Uhr wurden Sprüche und Skat „gekloppt“, um ein Preisgeld, einen Pokal und Urkunden auf Büttenpapier der Papiermühle.
Den Pokal und das Preisgeld für den Spitzenplatz sicherte sich die Zwönitzerin Heike Oelschlägel mit 2002 Punkten. Den zweiten Platz gewann der Bockauer Rainer Schröder mit 1.966 Punkten und den 3. Platz erreichte der Thalheimer Winfried Kunze mit 1.879 Punkten.
Die Museumsmüller gratulieren den Siegern und laden bald schon zu den nächsten Spieleund Tauschrunden ein. Auch ist noch ein Fachvortrag zur Entwicklung der Spielkartenherstellung im erzgebirgisch-böhmischen Raum geplant.
Tipp: Pünktlich zur ersten Veranstaltung sind die Skat-Sammelkarten der Papiermühle erschienen. Was die Karten so besonders macht, sind die Rückseiten mit dem ältesten Wasserzeichen der Papiermühle und die Papp-Faltschachtel, die die älteste Zeichnung der Papiermühle ziert. Gefertigt wurde das „Deutsche Blatt“ mit der besonderen Gestaltung in limitierter Auflage von 100 Stück und ist ab sofort und nur im Technischen Museum Papiermühle Niederzwönitz erhältlich.
