Mitten in der größten Hitzewelle des Jahres fand am 27. Juni das 26. Günsdorfer Sonnenwendefest statt. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen musste das traditionelle Sonnenwendefeuer bereits im Vorfeld abgesagt werden. In den sozialen Medien wurde dies zunächst von einigen als komplette Absage des Festes verstanden. Dank der schnellen Kommunikation konnte das Missverständnis jedoch rasch aufgeklärt werden.

Was im Jahr 2000 als kleine Veranstaltung begann und von Altbürgermeister Uwe Schneider nach Günsdorf gebracht wurde, hat sich inzwischen zu einer der größten Partys der Region entwickelt. An diesem Wochenende versechsfacht Günsdorf seine Einwohnerzahl von rund 200 Menschen und wird zum Treffpunkt zahlreicher Feierfreudiger. Für den Heimatund Feuerwehrverein bedeutet dies jedoch jedes Jahr eine enorme logistische und personelle Herausforderung. 
Bereits die gesamte Woche vor dem Fest wurde geplant, eingekauft und vorbereitet. Am Freitag um 17 Uhr begannen die Aufbauarbeiten – bei schweißtreibenden 35 Grad im Schatten. Nicht nur bei einer FußballWeltmeisterschaft sind Trinkpausen notwendig, auch die Helfer mussten regelmäßig eine Pause einlegen. Zelte und Bierzeltgarnituren wurden aufgebaut, Getränke in die Kühlung gebracht, der Festplatz festlich beleuchtet und die beiden Cocktailhütten liebevoll dekoriert. 
Am Samstag wurden noch letzte Vorbereitungen getroffen, bevor die Arbeiten für den Abend begannen. Aufgrund der Hitze hatte der Verein mit weniger und später eintreffenden Besuchern gerechnet. Tatsächlich setzte der große Andrang erst etwas später ein – weniger Gäste wurden es jedoch keineswegs. Im Gegenteil: Der Festplatz wurde regelrecht überrannt. Dies zeigte sich vor allem an der teilweise chaotischen Parkplatzsituation. Viele Besucher stellten ihre Fahrzeuge bereits auf der Zufahrtsstraße ab, obwohl direkt am Festgelände ausreichend Parkflächen zur Verfügung standen. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Christoph Günther, der seine Wiese als Parkplatz zur Verfügung stellte. 
Der erste Besucher des Abends war ausgerechnet der Mann, dem Günsdorf dieses Fest zu verdanken hat: Altbürgermeister Uwe Schneider. Der Heimatund Feuerwehrverein freute sich sehr, dass er gemeinsam mit seiner Frau trotz der hohen Temperaturen und trotz eines Familiengeburtstages den Weg nach Günsdorf gefunden hatte. Mit zunehmender Abendstunde strömten immer mehr Besucher auf das Gelände. Alle Altersgruppen waren vertreten, an den Verkaufsständen bildeten sich lange Schlangen. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Trotz der Hitze gab es Roster, Steaks, Speckfettbemme und Fleischkäse. Aus der Gulaschkanone wurden Gulaschsuppe und erstmals auch Kartoffelsuppe angeboten. Der mobile Eisstand aus Dorfchemnitz entwickelte sich schnell zum Liebling der jüngsten Gäste. Auch an den Cocktailhütten sowie am Getränkestand hatten die Helfer alle Hände voll zu tun. Für die musikalische Unterhaltung sorgten erneut die beiden DJs Mich und Mosch. Mit ihrer Musik brachten sie den Festplatz zum Beben und sorgten für eine ausgelassene Stimmung bis in die Nacht hinein. Gegen 23.45 Uhr kam es jedoch zu einer kurzen Unterbrechung: Plötzlich verstummte die Musik und die Bühnenbeleuchtung fiel aus. Die Besucher sangen und tanzten zunächst einfach weiter, da viele an eine geplante Einlage glaubten. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass einige Scherzbolde den Not-Aus der Stromversorgung betätigt hatten. Der Fehler war rasch behoben, die Technik blieb unbeschädigt und die Feier konnte bis 2 Uhr morgens fortgesetzt werden. Die beiden DJs kündigten bereits ihre Rückkehr für das Jahr 2027 an. 
Doch wo gefeiert wird, gibt es auch Herausforderungen. Neben der Parksituation stellte vor allem der hinterlassene Müll ein großes Problem dar. Trotz zahlreicher aufgestellter Abfallbehälter und wiederholter Durchsagen der DJs ließen viele Besucher ihren Müll und zahlreiche Bierflaschen einfach auf dem Gelände zurück. Vereinsmitglieder und freiwillige Helfer sammelten während der gesamten Veranstaltung unermüdlich Flaschen und Abfälle ein, konnten dem Ansturm jedoch zeitweise kaum Herr werden. Umso erfreulicher war das Ergebnis am Sonntagvormittag: Bereits um 11 Uhr war der Festplatz wieder vollständig aufgeräumt und alle Hinter-

Die DJs Mich und Mosch sorgten für die musikalische Unterhaltung.

Doch wo gefeiert wird, gibt es auch Herausforderungen. Neben der Parksituation stellte vor allem der hinterlassene Müll ein großes Problem dar. Trotz zahlreicher aufgestellter Abfallbehälter und wiederholter Durchsagen der DJs ließen viele Besucher ihren Müll und zahlreiche Bierflaschen einfach auf dem Gelände zurück. Vereinsmitglieder und freiwillige Helfer sammelten während der gesamten Veranstaltung unermüdlich Flaschen und Abfälle ein, konnten dem Ansturm jedoch zeitweise kaum Herr werden. Umso erfreulicher war das Ergebnis am Sonntagvormittag: Bereits um 11 Uhr war der Festplatz wieder vollständig aufgeräumt und alle Hinterlassenschaften beseitigt. Für das kommende Jahr plant der Verein bereits Verbesserungen. So soll ein nachhaltiges Mehrwegsystem eingeführt werden, um Glasflaschen auf dem Gelände zu vermeiden. Zudem ist eine bessere Ausschilderung der Parkflächen vorgesehen.
Der Heimatund Feuerwehrverein bedankt sich bei allen Vereinsmitgliedern für ihren Einsatz an diesem schweißtreibenden Wochenende sowie bei den zahlreichen freiwilligen Helfern, den DJs Mich und Mosch, Christoph Günther für die Bereitstellung der Parkflächen, der Firma Denny Seidel und der Firma Gerlach Bau für die Bereitstellung der Transportmittel, der Bäckerei Jähn aus Dorfchemnitz für die Backwaren sowie der Fleischerei Hendel für die Unterstützung mit Fleischund Wurstwaren. Besonderer Dank gilt den Mitarbeitern des Stadtbauhofs Zwönitz. Sie haben den Platz fein gemäht und die Buden wie immer rechtzeitig geliefert und an ihre gewohnte Stelle platziert. 
Die Vorfreude auf das nächste Sonnenwendefest ist bereits groß. Der Termin für das Jahr 2027 wird rechtzeitig bekannt gegeben. 

Text/Bilder: Alexander Uhlig