
Weinfans und Genießer kamen zum Weinfest auf dem Zwönitzer Marktplatz und im gemütlichen Roßhof voll auf ihre Kosten: Zum bereits dritten Mal verwandelte sich das Stadtzentrum in ein stimmungsvolles Weindorf. Zwölf Weingüter präsentierten eine breite Auswahl an Weinen, ergänzt durch kulinarische Spezialitäten, Kunst sowie ein vielseitiges musikalisches Rahmenprogramm.
Das Wetter zeigte sich am Festwochenende von seiner abwechslungsreichen Seite: Während der Freitag mit heißen Temperaturen viele Gäste anlockte, brachte der Samstagnachmittag zeitweise Regen mit sich, sodass die Besucher zunächst auf sich warten ließen. Sobald es jedoch aufheiterte, füllten sich die Bänke und Stehtische wieder zügig. Am Sonntag kehrten schließlich sonniges Wetter und angenehme Temperaturen zurück nach Zwönitz.
Ebenso vielseitig wie das Wetter zeigte sich das Publikum: Während sich am Samstagabend eher die jüngeren Besucher zum Feiern einfanden, lockte der sonntägliche Nachmittag viele Familien an. Die Atmosphäre auf dem gesamten Festgelände war durchweg entspannt. An allen drei Tagen sorgte Livemusik für beste Unterhaltung. Ein besonderes Highlight erlebten die Gäste am Samstagabend im Roßhof mit dem Duo „REALmusik“, das das Publikum zum Mitsingen und Tanzen brachte. Wer die beiden verpasst hat, kann sich schon auf den Erzgebirgischen Pferdetag am Samstag, den 26. September 2026, freuen, dann wird das Duo von Musikerfreunden unterstützt zur „REAL-Music-Allstarband“.
Geschmacklich und kulinarisch blieb kein Wunsch offen. Neben bewährten Tropfen aus sächsischen Anbaugebieten standen auch Weine aus der Region Saale-Unstrut im Mittelpunkt. Das teuerste Angebot stammte vom Meißner Weingut Martin Schwarz: Eine edle Cuvée, also ein Wein aus verschiedenen Rebsorten, wechselte für 34,90 Euro pro Flasche den Besitzer. An den Ständen blieb der klassische Rotwein weiterhin besonders gefragt. Natürlich durfte für Bierliebhaber auch das gewohnte Zwönitzer Bier nicht fehlen, doch die allermeisten Gäste stießen mit stilvollen Weingläsern an. Dazu reichte das Speisenangebot von frisch gebackenem Flammkuchen von der Zwönitzer Börse über herzhafte Kloßteigrollen und Fischbrötchen bis hin zur traditionellen
Bratwurst.
Dass ein solch rundum gelungenes Festwochenende auf die Beine gestellt werden konnte, ist starkem Engagement zu verdanken. Ein ganz besonderer Dank gilt Heiko Rothe, der das Fest auf die Beine stellt und mit viel Herzblut erfolgreich durchführt. Obwohl das Weinfest keine städtische Veranstaltung war, griff die Stadt Zwönitz dem Organisator tatkräftig unter die Arme: Sie stellte den Platz zur Verfügung und unterstützte die Logistik vor Ort. Nach den durchweg positiven Rückmeldungen blickt Heiko Rothe bereits nach vorn: Es ist fest eingeplant, dass das Weinfest auch 2028 wieder Station in Zwönitz machen wird.
Titelfoto/Fotos: Ralf Wendland
