
Foto: Ralf Wendland
Automobiler Glanz und der Duft von Geschichte lagen am 19. Juli in der Luft, als die diesjährige Horch-Klassik Station in Zwönitz machte. Direkt auf dem Marktplatz war der Zwönitzer Türmer Matthias Franke Teil der zentralen Kontrollstellen und verteilte dort pflichtbewusst die Stempel an die Fahrer. Das regnerische Wetter schreckte zwar den großen Ansturm ab, doch vereinzelt fanden sich dennoch wetterfeste Schaulustige und Oldtimer-Liebhaber ein, um das Spektakel aus nächster Nähe zu beobachten.
Die Ausfahrt wurde vom August-Horch-Museum Zwickau gemeinsam mit dem Motorsportclub Zwickau im ADMV veranstaltet. Von Zwickau aus führte die Route über Reinsdorf, Hartenstein, Zwönitz, Zschopau, Augustusburg und Stollberg wieder zurück zum Ausgangspunkt. Insgesamt 140 ausgebuchte Startplätze umfasste das Teilnehmerfeld aus Autos und Motorrädern bis zum Baujahr 1986.
Etwa die Hälfte davon waren historische Vorkriegsfahrzeuge, überwiegend aus dem Umfeld der Auto Union sowie deren Vorgängermarken. Das diesjährige
Motto stand ganz im Zeichen des Jubiläums „100 Jahre Horch 8 – auf den Spuren eines Mythos“. Passend dazu rollten auch eindrucksvolle Achtzylinder-Modelle wie ein Horch 850 mit fünf Litern Hubraum über das Zwönitzer Pflaster. Sogar seltene Auto-Ahnen bis zum Baujahr 1919 sowie Exoten wie ein Hudson Essex Super Six von 1928 trotzten dem feuchten Wetter.
Trotz des überschaubaren Andrangs brachte das Eintreffen der historischen Automobile bei den Anwesenden staunende Blicke und manche wehmütige Erinnerung an vergangene Zeiten hervor.
