Der ist längst zu einem festen Termin im erzgebirgischen Wanderkalender geworden und auch für Zwönitz war die dritte Auflage der Veranstaltung ein Grund, genauer hinzuschauen. Denn während Start und Ziel in diesem Jahr an der Lößnitzer Dampfbrauerei lagen, verliefen zwei der drei angebotenen Strecken auch durch Zwönitzer Stadtgebiet. Ein Umstand, der das Wanderevent für viele zu einer besonders naheliegenden Gelegenheit machte, ihre Heimat einmal aus einer neuen Perspektive zu erleben.

Insgesamt gingen bei der dritten Ausgabe rund 1550 Wanderer an den Start, ein neuer Teilnehmerrekord. Zur Auswahl standen drei Touren unterschiedlicher Länge: eine 13 Kilometer lange Familientour rund um Lößnitz, eine 25 Kilometer lange Wanderer-Tour sowie eine anspruchsvolle 50-Kilometer-Strecke für Gebirgler. Allein auf der Familientour waren am Samstagmorgen mehr als 700 Menschen unterwegs, darunter knapp 180 Kinder. Die längeren Strecken führten die Teilnehmenden über die Grenzen Lößnitz’ hinaus – vorbei an historischen Stadtkernen und markanten Punkten der Region. 
Initiiert wurde der Haamitlauf von Patrick Welzel und Oliver Knauf, die mit der Veranstaltung das Erzgebirge über die eigene Region hinaus bekannter machen wollen. Welzel zeigte sich von der Entwicklung der vergangenen Jahre sichtlich beeindruckt: Was 2024 in Schneeberg mit rund 450 Teilnehmenden begann, wuchs im Folgejahr in Schwarzenberg auf über 1000 an und hat mit der aktuellen Ausgabe in Lößnitz noch einmal deutlich zugelegt. Die Organisatoren wollen mit dem Lauf gezielt zeigen, wie vielseitig und sehenswert das Erzgebirge ist, auch abseits der bekannten Ausflugsziele. 
Dass das Konzept über die Region hinaus bekannt ist, zeigte sich auch an den Anmeldungen: Etliche Teilnehmende reisten von außerhalb des Erzgebirges an, etwa aus Dresden, um dem Trubel großer Massenwanderungen zu entgehen und stattdessen eine überschaubare, aber landschaftlich reizvolle Alternative zu erleben. 
Für 2027 ist bereits der nächste Austragungsort festgelegt: Der Haamitlauf zieht weiter nach Aue-Bad Schlema. Dort denken die Organisatoren sogar über eine zusätzliche 100-Kilometer-Strecke nach, wie Welzel. Ob künftige Ausgaben erneut über Zwönitzer Gebiet führen, bleibt offen. Für alle, die die Region auf eigenen Füßen erkunden wollen, dürfte der Haamitlauf aber auch in den kommenden Jahren ein lohnendes Ziel bleiben. 
Foto: Klaus Jedlicka